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Jacques-Frederic Mugnier

Frankreich → Burgund → Jacques-Frederic Mugnier

Domaine Jacques-Frédéric Mugnier zählt zu den prestigeträchtigsten Gütern des Burgund: reiner, duftiger Pinot Noir aus dem Château de Chambolle-Musigny, seit 1985 von Frédéric Mugnier geführt. Ikonen sind der Musigny Grand Cru und der Chambolle 1er Les Amoureuses, dazu Bonnes-Mares und das Monopol Clos de la Maréchale. Erfahren Sie mehr über Herkunft, Stil und Marktpreise bei May Wines.

Jacques-Frederic Mugnier 

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0 € – 6.000 €
1993 – 1993
1993 Musigny Grand Cru - Jacques-Frédéric Mugnier
Frankreich → Burgund Pinot Noir

1993
Musigny Grand Cru - Jacques-Frédéric Mugnier

€ 1 800,00 Literpreis: 2.400,00 €
differenzbesteuert
1 vorrätig

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versandbereit

Gelagert im
klimatisierten Keller

Domaine Jacques-Frédéric Mugnier: Musigny und Amoureuses aus Chambolle

Domaine Jacques-Frédéric Mugnier zählt zu den prestigeträchtigsten Gütern des Burgund, mit Sitz im Château de Chambolle-Musigny an der Côte de Nuits. Erzeugt wird überwiegend Pinot Noir, dazu etwas Weiß. Die Ikonen sind der Musigny Grand Cru und der Chambolle 1er Les Amoureuses; dazu kommen Bonnes-Mares, Les Fuées und das Nuits-1er-Monopol Clos de la Maréchale. Stilistisch stehen Mugniers Weine für Reinheit, Delikatesse und Duft, für viele Kenner der Archetyp eines großen Burgunder Pinot. Wer Mugnier kaufen möchte, trifft auf rare, fein ziselierte Weine.

Herkunft und Eigentümer

Das Château de Chambolle-Musigny ist seit 1863 in der Hand der Familie Mugnier; Gründer war Frédéric Mugnier, ein Dijoner Likörhersteller, der die Weinberge gemeinsam mit seiner Likörfabrik betrieb. Von 1950 bis 1977 waren die Reben an Faiveley verpachtet, danach bis 1984 an Bruno Clair. 1985 übernahm Frédéric Mugnier, die fünfte Generation, das Gut, bis 1998 kombinierte er die Arbeit mit seinem Beruf als Verkehrspilot, seither widmet er sich ausschließlich der Domaine, was die Konstanz spürbar erhöht hat.

Terroir und Lage

Die Weinberge liegen auf besten Lagen von Chambolle-Musigny, darunter der Musigny Grand Cru (1,13 ha) mitten im Grand-Musigny, Bonnes-Mares (0,36 ha, ein schmaler Streifen im oberen Hangbereich), Les Amoureuses (0,53 ha) und das mineralischere Les Fuées (0,71 ha) sowie der Village-Chambolle-Musigny (1,33 ha). Hinzu kommt das Nuits-Saint-Georges 1er Clos de la Maréchale, ein Monopol von 9,55 Hektar, auf dem auch etwas Weißwein entsteht.

Weinberg und Weinbau

Gearbeitet wird in culture raisonnée: seit 1991 ohne Herbizide, seit 1997 ohne Pestizide, mit nur noch wenigen, nicht-organischen Behandlungen gegen Mehltau. Frédéric Mugnier ist dabei kein Verfechter der Bio- oder Biodynamik-Bewegung als Selbstzweck; seine Philosophie zielt auf Zurückhaltung und den unverfälschten Ausdruck des Terroirs.

Vinifikation und Ausbau

Die Trauben werden von den Lesern sorgfältig vorsortiert und in kleinen Kisten in den Keller gebracht; seit 2002 sorgt ein Rütteltisch für einen sauberen, gleichmäßigen Fluss durch die Entrappung (die Stiele werden vollständig entfernt). Nach einer kurzen Kaltmazeration bei 15 °C startet die Gärung natürlich und wird über kleine Zuckergaben auf insgesamt rund 18 Tage verlängert. Es kommt wenig neues Holz (rund 20 %) zum Einsatz, tendenziell immer weniger; gefüllt wird nach einem zweiten Winter im Fass, ungeschönt und unfiltriert.

Sortiment und Weine

Die Palette umfasst den Musigny, Bonnes-Mares, die Premiers Crus Les Amoureuses und Les Fuées, den Village-Chambolle (mit deklassierten Premier-Cru-Anteilen) sowie den Nuits 1er Clos de la Maréchale in Rot und, in geringer Menge, Weiß. In den ersten Jahrgängen nach 2004 gab es einen Zweitwein (Clos des Fourches), der zuletzt nicht mehr nötig war.

Stilistik und Geschmacksprofil

Mugniers Weine sind selten farbtief, aber betörend duftig und bemerkenswert lang am Gaumen. Charakteristisch ist ein Gefühl von Harmonie und aerialer Delikatesse; Kraft wird nie über Finesse gestellt. Les Fuées zeigt sich mineralischer und weniger floral als die übrigen Chambolle-Weine, der Clos de la Maréchale jung streng und straff, mit großem Reifepotenzial.

Bedeutende Jahrgänge

Zu den reifen Klassikern zählen 1999, 2005, 2009 und 2010; unter den jüngeren gelten 2015, 2016, 2019, 2020 und 2022als besonders gelungen. Jahrgangsgenaue Bewertungen sind an der jeweiligen Quelle zu prüfen.

Lagerpotenzial

Trotz ihrer Zugänglichkeit sind Mugniers Weine langlebig; der Village-Chambolle ist oft mit zehn Jahren besser als mit fünf, und Musigny wie Amoureuses entwickeln sich über Jahrzehnte.

Auszeichnungen und Kritikerstimmen

Jasper Morris MW (Inside Burgundy) hebt den brillanten Duft und die Persistenz der Weine hervor; als er einmal ihre Harmonie lobte, erwiderte Frédéric Mugnier, das sei das schönste Kompliment, das man ihm machen könne. Die Revue du Vin de France führt das Gut mit vier Sternen; auch The Wine Advocate und Vinous bewerten Musigny und Amoureuses regelmäßig sehr hoch. Bewertungen einzelner Jahrgänge sind an der Quelle mit Jahr zu prüfen.

Marktpreise und Preisentwicklung

Am europäischen Markt (iDealwine, inkl. MwSt.) ist der Clos de la Maréchale mit rund 100 bis 200 Euro der zugänglichste Wein, der Village-Chambolle liegt bei etwa 90 bis 150 Euro, Les Fuées um 150 bis 250 Euro. Deutlich teurer und rar sind Les Amoureuses (grob 450 bis 900 Euro) und Bonnes-Mares (ein 2012er wurde für 584 Euro versteigert); der Musigny Grand Cru ist vierstellig (mehrere Tausend Euro). Für den tagesaktuellen Stand empfehlen sich iDealwine und Wine-Searcher.

Mugnier kaufen, worauf achten

Die Weine sind knapp und begehrt. Beim Kauf zählen Jahrgang, Provenienz und Lagerung. Als Einstieg eignen sich der Clos de la Maréchale oder der Village-Chambolle; Musigny und Amoureuses sind die rar-langlebigen Ikonen des Guts.

Häufige Fragen (FAQ)

Wo liegt die Domaine Mugnier?

Im Château de Chambolle-Musigny an der Côte de Nuits im Burgund; die Reben liegen in Chambolle-Musigny und (Clos de la Maréchale) in Nuits-Saint-Georges.

Wer führt das Weingut heute?

Frédéric Mugnier, die fünfte Generation, seit 1985; bis 1998 war er zugleich Verkehrspilot.

Was sind die berühmtesten Weine?

Der Musigny Grand Cru und der Chambolle 1er Les Amoureuses, dazu Bonnes-Mares und das Monopol Clos de la Maréchale.

Was ist der Clos de la Maréchale?

Ein 9,55 Hektar großes Nuits-Saint-Georges-1er-Monopol, das 2004 aus langjähriger Faiveley-Pacht ans Gut zurückkehrte; er ist der zugänglichste Mugnier-Wein.

Wie ist der Stil?

Rein, delikat und duftig, selten farbtief, aber lang und harmonisch, mit wenig neuem Holz vinifiziert.

Was kostet Mugnier?

Clos de la Maréchale rund 100 bis 200 Euro, Amoureuses grob 450 bis 900 Euro, Musigny vierstellig (iDealwine/Wine-Searcher, inkl. MwSt.).

Wie lange ist der Wein lagerfähig?

Trotz Zugänglichkeit sehr langlebig; Musigny und Amoureuses reifen über Jahrzehnte.

Welche Rebsorte wird angebaut?

Überwiegend Pinot Noir; auf dem Clos de la Maréchale entsteht seit 2005 auch etwas Weißwein.

Bedeutung innerhalb der Weinwelt

Domaine Jacques-Frédéric Mugnier gilt vielen Kennern als Archetyp eines großen Chambolle: rein, duftig und von aerialer Finesse. Mit der Rückkehr des Clos de la Maréchale und der konsequenten Zurückhaltung im Keller hat Frédéric Mugnier das Gut in zwei Jahrzehnten an die absolute Spitze der Côte de Nuits geführt.

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