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Domaine Coche-Dury

Frankreich → Burgund → Domaine Coche-Dury

Seit nunmehr einem Jahr haben wir die Ehre, die Weine der Domaine Coche-Dury exklusiv in Österreich zu vertreten.
Im Sinne der Philosophie des Weinguts wird bewusst auf eine Präsenz in Online-Shops verzichtet. Aufgrund der außerordentlich hohen Nachfrage bei gleichzeitig stark limitierten Mengen erfolgt die Zuteilung ausschließlich an unsere langjährigen Kundinnen und Kunden. Sollten Sie dennoch Interesse an den Weinen dieses Weinguts haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Domaine Coche-Dury 

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0 € – 6.000 €
1961 – 2026

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Domaine Coche-Dury – Kult-Winzer aus Meursault

Die Domaine Coche-Dury in Meursault zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Adressen für weißen Burgunder und gilt seit Jahrzehnten als Maßstab für Chardonnay mit höchster Präzision, ausgeprägter Reifefähigkeit. Auf rund 9 Hektar Rebfläche keltert die Familie Cuvées aus sechs Gemeinden der Côte de Beaune – Meursault, Puligny-Montrachet, Auxey-Duresses, Monthelie, Volnay und Pommard – konzentriert sich das Programm auf Chardonnay. Das Sortiment umfasst den Corton-Charlemagne Grand Cru (0,88 ha), die Meursault-Premier-Crus Perrières (0,6 ha), Genevrières (0,21 ha) und Caillerets (0,18 ha), mehrere Lieu-dit-Cuvées auf Dorfniveau sowie eine kleine Linie Pinot Noir aus den umliegenden Gemeinden. Geleitet wird das Gut heute von Raphaël Coche mit seiner Ehefrau Charline, nach dem offiziellen Rückzug von Jean-François Coche im Jahr 2010.

Gründung und Familie

Jean-François Coche stieg 1973 mit 14 Jahren an der Seite seines Vaters Georges in den Familienbetrieb ein und wurde damit zur dritten Generation, die diese Reben bearbeitet. Seine Heirat mit Odile Dury im Jahr 1975 brachte zusätzliche Lagen in die Familie und gab der Domaine seinen heutigen Doppelnamen.

Über die folgenden Jahrzehnte baute Jean-François Coche das Weingut zu einer der gesuchtesten Adressen Burgunds aus, mit international fast hagiografisch besprochenen Bewertungen. Im Jahr 2010 zog er sich offiziell zurück. Die Verantwortung trägt seitdem sein Sohn Raphaël Coche, der bereits seit 2003 an der Seite seines Vaters arbeitete. Raphaëls Ehefrau Charline ist ebenfalls fest im Betrieb tätig.

Philosophie und Stilverständnis

Coche-Dury verfolgt eine Auffassung von Chardonnay, die Reduktion, Reife und Mineralität über sofortige Fruchtdarstellung stellt. Die Erträge sind nicht außergewöhnlich niedrig, die Vinifikation nicht spektakulär – und doch sind die Weine in ihrer Konzentration und Langlebigkeit einzigartig. Ein bewusst strenge Detailarbeit, ständige Aufmerksamkeit und die Treue zu klassischer burgundischer Tradition ist für die Domaine der Schlüssel zu seiner Langlebigkeit. Massale-Selektion ist Standard; Klone werden nicht verwendet.

Weinberge, Lagen und Terroir

Die ursprüngliche Parzelle in Le Charlemagne, knapp unterhalb des Gipfelkreuzes, wurde 1986 in einem Pachtvertrag übernommen. Die Reben wurden 1960 gepflanzt. Im Jahr 2011 gelang Coche-Dury der Eigentumserwerb dieser Parzelle. Mit dem Jahrgang 2012 wurde die Cuvée durch weitere Parzellen am selben Hang ergänzt: zwei direkt angrenzende und eine etwas tiefer am Hang gelegene. Der Wein wird traditionell genauso wie Perrières später als die übrigen Cuvées des Hauses auf den Markt gebracht.

Weiß

  • Corton-Charlemagne Grand Cru – 0,88 ha (ursprünglich 0,34 ha im Pachtvertrag seit 1986 mit Reben von 1960, 2012 um weitere benachbarte Parzellen erweitert)
  • Meursault 1er Cru Perrières – 0,6 ha (aus zwei Parzellen im oberen Bereich: Perrières Dessus und Aux Perrières)
  • Meursault 1er Cru Genevrières – 0,21 ha (seit 2003)
  • Meursault 1er Cru Caillerets – 0,18 ha
  • Meursault Chevalières – 0,13 ha
  • Meursault Rougeots – 0,73 ha
  • Meursault Villages – 3,75 ha (mehrere Parzellen: Narvaux, Chaumes, Vireuils; je nach Importeur teils separat gehalten)
  • Puligny-Montrachet Enseignères – 0,8 ha

Rot

  • Volnay 1er Cru – 0,39 ha (Mischung aus den Lagen Taillepieds und Clos des Chênes)
  • Monthelie – 0,28 ha
  • Auxey-Duresses – 0,5 ha

Vinifikation und Kellerarbeit

Die Trauben werden vor dem Pressen fest gequetscht – ein wesentlicher Faktor des Coche-Dury-Stils. Vergoren und ausgebaut wird in Fässern mit moderatem Neuholz-Anteil: nicht mehr als 25 % für die meisten Cuvées, höher nur bei den Spitzenweinen. Die Weißweine werden im Juli des Folgejahres abgerahmt, wobei die Fässer einer Cuvée verschnitten und für einen zweiten Winter ins Fass zurückgeführt werden. Die Füllung erfolgt fassweise im April des zweiten Jahres. Die Rotweine werden entrappt und mit kurzer, schonender Mazeration vergoren – dies bringt duftige Pinots hervor.

Eine Besonderheit: Coche-Dury-Flaschen mit der Bezeichnung Meursault ohne Lagenzusatz können aus unterschiedlichen Parzellen stammen – Narvaux, Chaumes und Vireuils werden getrennt geführt, sodass jeder Importeur weiß, welche Cuvée er allokiert bekommt.

Schlüsselweine und Stilistik

Der Meursault Rougeots ist der am häufigsten anzutreffende Single-Vineyard-Meursault des Hauses. In seiner Jugend zeigt er grünliche Frucht-Töne, die sich in eine großzügige, aber präzise Palatestruktur öffnen. Die Premier Crus Caillerets und Genevrières werden gelegentlich unterbewertet, weil der Meursault Perrières als monumentaler Höhepunkt der Premier Crus gilt – aus zwei Parzellen im oberen Bereich der Lage, in Perrières Dessus und Aux Perrières.

Die unbestrittene Spitze ist der Corton-Charlemagne Grand Cru. Die ursprünglichen Reben befinden sich seit 1986 im Pachtvertrag und stehen in Le Charlemagne, knapp unterhalb des Gipfelkreuzes; sie wurden 1960 gepflanzt. Seit 2012 ergänzen weitere Parzellen das Bild – zwei direkt angrenzend, eine etwas tiefer am gleichen Hang. Dieser Wein wird traditionell später als die übrigen auf den Markt gebracht. In der Jugend zeigt er ein außergewöhnlich straffes Rückgrat, das Jahre zur Öffnung benötigt, und eine bemerkenswerte Persistenz; die klassische Mineralität der Lage zeigt sich erst ganz am Ende des Geschmacksbildes.

Lagerpotenzial

Coche-Dury-Weiße gehören zu den langlebigsten Chardonnays der Welt. Meursault Villages und Lieu-dit-Cuvées entwickeln sich über 10 bis 20 Jahre, die Premier Crus 15 bis 30 Jahre, der Corton-Charlemagne in großen Jahrgängen über mehr als drei Jahrzehnte.

Auszeichnungen und Kritikerstimmen

Wine Advocate, Vinous, Burghound und Jasper Morris MW (Inside Burgundy) bewerten Coche-Dury seit Jahrzehnten konstant in der absoluten Spitze. Der Guide Revue du Vin de France 2026 zeichnet die Domaine mit der höchsten Vier-Sterne-Bewertung aus und stellt sie damit auf eine Stufe mit Domaine de la Romanée-Conti.

Marktpreise und Preisentwicklung

Coche-Dury-Weine gehören zu den teuersten Chardonnays weltweit. Aktuelle Jahrgänge des Meursault Villages bewegen sich zwischen rund 400 und 800 Euro pro Flasche, Meursault Rougeots zwischen 800 und 1.500 Euro, die Premier Crus zwischen 1.500 und 4.000 Euro. Der Corton-Charlemagne Grand Cru erreicht regelmäßig 4.000 bis 7.000 Euro pro Flasche und mehr. Auch die Rotweine, lange Zeit moderat bepreist, haben am Sekundärmarkt deutlich angezogen. Gereifte Spitzenjahrgänge erzielen am Sekundärmarkt (Liv-ex, Sotheby’s) regelmäßig Höchstpreise.

Kauforientierung

Coche-Dury ist eine Domaine für Sammler und Connaisseurs, weniger für den unmittelbaren Genuss. Allokationen sind weltweit knapp, der Österreich-Vertrieb erfolgt exklusiv über May Wines. Wer Verfügbarkeit findet, sollte den Stil zunächst über das Meursault Villages oder den Meursault Rougeots kennenlernen, bevor er sich an Premier Crus und den Corton-Charlemagne wagt.

FAQ

Wer leitet die Domaine Coche-Dury heute?
Raphaël Coche und seine Ehefrau Charline. Raphaël arbeitete seit 2003 an der Seite seines Vaters Jean-François Coche und übernahm 2010 die Verantwortung, nachdem sich Jean-François offiziell zurückzog.

Wie groß ist die Domaine?
Rund 9 Hektar Rebfläche verteilt auf sechs Gemeinden: Meursault, Puligny-Montrachet, Auxey-Duresses, Monthelie, Volnay und Aloxe-Corton.

Was ist die Besonderheit des Corton-Charlemagne von Coche-Dury?
Die ursprünglichen Reben befinden sich seit 1986 im Pachtvertrag und stehen knapp unterhalb des Gipfelkreuzes in Le Charlemagne, gepflanzt 1960. Seit 2011 wurde die Fläche durch weitere Parzellen auf rund 0,88 Hektar erweitert. Der Wein wird traditionell später auf den Markt gebracht als die übrigen Cuvées.

Warum sind Coche-Dury-Weine so teuer?
Sehr kleine Produktion, internationale Kult-Status, langjährige Spitzenbewertungen und stark verknappte Allokationen. Der Corton-Charlemagne erreicht regelmäßig fünfstellige Preise pro Flasche.

Wie hoch ist der Neuholz-Anteil?
Moderat: nicht mehr als 25 % für die meisten Cuvées, höher nur für die Spitzenweine wie Corton-Charlemagne.

Wie lange muss man Coche-Dury-Weine lagern?
Premier Crus 15 bis 30 Jahre, Corton-Charlemagne in großen Jahrgängen mehr als drei Jahrzehnte. In der Jugend zeigen die Weine eine charakteristische grünliche Frucht, die sich erst mit Reife öffnet.

Was bedeutet die Coche-Dury-Bezeichnung „Meursault“ ohne Lagenangabe?
Diese Cuvées können aus unterschiedlichen Parzellen stammen – Narvaux, Chaumes und Vireuils werden getrennt geführt. Jeder Importeur weiß, welche Cuvée er allokiert bekommt; auf der Flasche steht jedoch nur „Meursault“.

Bedeutung innerhalb der Weinwelt

Die Domaine Coche-Dury hat das Bild von Meursault als ernsthafte Lagen-Wein-Adresse maßgeblich geprägt. Die Kombination aus unaufgeregter Vinifikation und kompromissloser Detailarbeit ist die Grundlage ihres bis heute ungebrochenen Renommees im weißen Burgund.

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