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Château Léoville Las Cases

Frankreich → Bordeaux → linkes Ufer → Château Léoville Las Cases

Château Léoville Las Cases gilt als der führende „Super Second“ von Saint-Julien – ein Deuxième Cru Classé von 1855, das qualitativ und preislich oft den Ersten Gewächsen zugerechnet wird. Aus dem historischen, ummauerten Grand Clos entsteht ein Cabernet-Sauvignon-dominierter Wein von enormer Struktur und legendärer Langlebigkeit, oft mit Château Latour verglichen. Sichern Sie sich den Grand Vin, Le Petit Lion oder den eigenständigen Clos du Marquis.

Château Léoville Las Cases 

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0 € – 6.000 €
1961 – 2026

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Château Léoville Las Cases – der führende Super Second von Saint-Julien

Château Léoville Las Cases ist ein Deuxième Cru Classé der 1855er-Klassifikation und liegt in der Appellation Saint-Julien am linken Ufer der Gironde. Das Gut gilt weithin als der führende „Super Second“ und wird qualitativ und preislich oft den Ersten Gewächsen zugerechnet. Den Kern bildet der 55 Hektar große, ummauerte Grand Clos, dessen Reben den Cabernet-Sauvignon-dominierten Grand Vin liefern. Eigentümer ist die Familie Delon, Direktor seit 2011 ist Pierre Graffeuille. Neben dem Grand Vin entstehen der Zweitwein Le Petit Lion und der eigenständige Clos du Marquis.

Geschichte und Eigentümer

Das Léoville-Plateau gilt seit jeher als eines der besten Terroirs für langlebige, komplexe und kraftvolle Bordeaux. Das ursprüngliche Léoville-Gut reicht bis in die 1630er-Jahre zurück; nach der Französischen Revolution wurde es geteilt, zunächst in zwei, dann in drei Teile. Las Cases erhielt den Kern des alten Guts – den Clos. Ende des 19. Jahrhunderts gelangte das Gut über Théophile Skawinski (ab 1900 Verwalter) an die Familie Delon, deren Nachkomme Jean-Hubert Delon heute alleiniger Eigentümer ist. Bemerkenswert: 1998 trat das Gut aus dem Conseil des Grands Crus Classés en 1855 aus – als einziges – aus der Überzeugung, ein Erstes Gewächs zu sein. Direktor ist seit 2011 Pierre Graffeuille. Die Familie besitzt zudem Potensac (Médoc) und Nénin (Pomerol).

Klassifikation und Status

Las Cases ist Deuxième Grand Cru Classé von 1855, gilt aber weithin als der beste der „Super Seconds“ und wird wiederholt als „sechstes Erstes Gewächs“ gehandelt. Im Profil wird der Wein häufig mit dem Pauillac-Nachbarn Latour verglichen – für Struktur, Selbstbewusstsein und Langlebigkeit.

Terroir und Rebflächen

Der Grand Clos ist ein 55 Hektar großer, von Mauern umschlossener Block, dessen Kies (peyrosol) stellenweise zehn Meter tief reicht und hervorragend drainiert. Detaillierte Studien identifizierten sechzehn Terroir-Typen. Aus diesem Herzstück stammt fast die gesamte Produktion des Grand Vin, während Clos du Marquis aus anderen, sandiger-kiesigen Parzellen etwas weiter vom Fluss kommt.

Rebsorten und Assemblage

Der Rebsortenspiegel der Gesamtfläche umfasst 65 % Cabernet Sauvignon, 19 % Merlot, 13 % Cabernet Franc und 3 % Petit Verdot. Der Grand Vin ist klar Cabernet-Sauvignon-dominiert und liegt je nach Jahrgang meist zwischen 75 und 85 Prozent dieser Sorte.

Weinbergsarbeit und Vinifikation

Der Clos wird nahezu vollständig biologisch bewirtschaftet, ohne Herbizide oder Pestizide; Jean-Hubert Delons Vater war in den 1980er-Jahren einer der Pioniere der Grünlese am linken Ufer. Vinifiziert wird in Edelstahl-, Holz- und Betontanks von 40 bis 216 Hektolitern. Der Grand Vin reift 18 bis 20 Monate in 80 bis 90 Prozent neuer Eiche, geliefert von neun verschiedenen Küfern. Ein neuer Keller- und Vinifikationskomplex nahe dem Fluss ergänzt das bestehende Labor.

Grand Vin und weitere Weine

Der Grand Vin Château Léoville Las Cases stammt fast vollständig aus dem Clos und macht rund 45 Prozent der Ernte aus. Der echte Zweitwein Le Petit Lion (seit dem Jahrgang 2007) kommt aus jungen Reben desselben Terroirs. Clos du Marquis ist hingegen ein eigenständiger Wein aus anderen Parzellen (rund 45 Prozent der Rebfläche) mit Petite Marquise (seit 2015) als dessen Zweitwein – ein häufiges Missverständnis, das Las Cases ausdrücklich klarstellt.

Stilistik und Geschmacksprofil

Las Cases ist ein Kraftpaket der Tradition: tiefe schwarze Frucht, Graphit, Zedernholz, feinste Tannine und eine enorme Struktur. In der Jugend verschlossen und straff, entwickelt der Wein mit Reife eine seidige Textur und große Komplexität. Bekannt ist er für seine Fähigkeit, zu reifen – und dann noch weiter zu reifen.

Bedeutende Jahrgänge

Der 1986er gilt als einer der größten Saint-Juliens der jüngeren Jahrzehnte; der 2016er wird ihm zur Seite gestellt. Weitere herausragende Jahrgänge sind 1982, 1990, 1996, 2000, 2005, 2009, 2010, 2015 und 2019.

Lagerpotenzial

Der Grand Vin gehört zu den langlebigsten Weinen Bordeauxs und reift in großen Jahrgängen vierzig bis fünfzig Jahre. Le Petit Lion ist nach acht bis zwölf Jahren auf der Höhe, Clos du Marquis nach zehn bis fünfzehn Jahren.

Marktpreise und Preisentwicklung

Europäische Wine-Searcher- und iDealwine-Notierungen (Endkundenpreise inkl. MwSt., Richtwerte):

  • Clos du Marquis rund 45 bis 70 Euro
  • Le Petit Lion rund 60 bis 90 Euro
  • Château Léoville Las Cases Grand Vin rund 180 bis 320 Euro für aktuelle Jahrgänge; gefragte und reife Spitzenjahrgänge (1986, 2010, 2016) deutlich höher.

Als führender „Super Second“ zählt Las Cases zu den preislich stärksten Zweiten Gewächsen und nähert sich in Spitzenjahrgängen den Ersten Gewächsen.

Kauforientierung

Den Einstieg bieten Clos du Marquis und der Zweitwein Le Petit Lion. Für Sammler ist der Grand Vin in großen Jahrgängen die strategische Position – ein Wein mit der Statur und dem Reifehorizont eines Ersten Gewächses.

FAQ

Das Gut gehört seit Ende des 19. Jahrhunderts der Familie Delon; alleiniger Eigentümer ist Jean-Hubert Delon. Direktor ist seit 2011 Pierre Graffeuille.

Es ist Deuxième Cru Classé (Zweites Gewächs) der 1855er-Klassifikation – gilt aber weithin als der führende „Super Second“.

Der Rebsortenspiegel umfasst 65 % Cabernet Sauvignon, 19 % Merlot, 13 % Cabernet Franc und 3 % Petit Verdot; der Grand Vin liegt meist bei rund 80 % Cabernet Sauvignon.

Der Zweitwein ist Le Petit Lion (seit 2007). Clos du Marquis ist kein Zweitwein, sondern ein eigenständiger Wein aus anderen Parzellen, mit Petite Marquise als dessen Zweitwein.

Der Grand Vin gehört zu den langlebigsten Bordeaux und reift in großen Jahrgängen vierzig bis fünfzig Jahre.

Aktuelle Jahrgänge des Grand Vin liegen im europäischen Markt bei rund 180 bis 320 Euro, reife Spitzenjahrgänge deutlich höher. Clos du Marquis beginnt bei rund 45 Euro.

Bedeutung innerhalb der Bordeaux-Hierarchie

Léoville Las Cases ist der unangefochtene Maßstab unter den „Super Seconds“ und wird qualitativ den Ersten Gewächsen zugerechnet. Mit dem historischen Grand Clos, kompromissloser Selektion und dem selbstbewussten Austritt aus der 1855er-Vermarktungsorganisation behauptet das Gut einen Sonderstatus innerhalb der Zweiten Gewächse.

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