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Château L'Église-Clinet

Frankreich → Bordeaux → Château L'Église-Clinet

Château l’Église-Clinet ist eines der absoluten Spitzengüter von Pomerol – auf einer Stufe mit Pétrus, Le Pin und Lafleur, in einer Appellation ganz ohne offizielle Klassifikation. Auf nur rund 4,5 Hektar mit außergewöhnlich alten Reben entsteht ein präziser, vielschichtiger Merlot von bemerkenswerter Konstanz. Nach dem Tod von Denis Durantou führen seine Töchter Noëmie und Constance das Werk fort. Sichern Sie sich den Grand Vin oder den Zweitwein La Petite Église.

Château L'Église-Clinet 

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0 € – 6.000 €
1961 – 2026

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Château l’Église-Clinet – Spitzengut aus Pomerol am rechten Ufer

Château l’Église-Clinet ist eines der absoluten Spitzengüter von Pomerol am rechten Ufer der Gironde – auf einer Stufe mit Pétrus, Le Pin und Lafleur. Pomerol kennt als einzige bedeutende Appellation Bordeauxs keine offizielle Klassifikation. Auf nur rund 4,5 Hektar mit außergewöhnlich alten Reben entsteht ein präziser, vielschichtiger Merlot von bemerkenswerter Konstanz. Nach dem Tod von Denis Durantou (2020) führen seine Töchter Noëmie und Constance Durantou das Gut. Ergänzt wird der Grand Vin durch den Zweitwein La Petite Église.

Geschichte und Eigentümer

Das Gut ist seit fünf Generationen in Familienbesitz; die ältesten Reben gehen auf die ersten Pflanzungen der Familie ab 1865 zurück. Denis Durantou – aufgewachsen nicht in Pomerol, sondern als Absolvent der Pariser Sciences Po – übernahm 1983 das damals wenig bekannte Gut und führte es mit kompromissloser Detailarbeit an die Spitze von Pomerol. Nach seinem Tod 2020 führen seine Töchter Noëmie (Winemakerin) und Constance Durantou das Gut weiter, gemeinsam mit dem langjährigen Kellermeister Olivier Gautrat – mit bruchloser Kontinuität in Stil und Qualität.

Klassifikation und Status

Pomerol ist die einzige bedeutende Appellation Bordeauxs ohne offizielles Klassifikationssystem. L’Église-Clinet galt lange als zu zurückhaltend, um die höchsten Bewertungen zu erhalten; heute zählt es unbestritten zu den größten Weinen der Appellation, neben Pétrus, Le Pin, Lafleur und Trotanoy.

Terroir und Rebflächen

Die kreuzförmige Lage liegt zwischen Friedhof und Kirche im Herzen des Plateaus, auf überwiegend tonigen Böden mit etwas Kies; der höchste Punkt erreicht 29 Meter. Ein Glücksfall ist der hohe Bestand alter Reben: Anders als die meisten Güter rodete l’Église-Clinet nach dem verheerenden Frost von 1956 nicht, weshalb hier 60 bis 100 Jahre alte Reben stehen.

Rebsorten und Assemblage

Der Rebsortenspiegel umfasst 85 % Merlot, 14 % Cabernet Franc und 1 % Malbec – Denis Durantou hielt Cabernet Sauvignon auf seinen Böden für ungeeignet. Die Pflanzdichte liegt bei rund 8.000 Stöcken je Hektar; der hohe Anteil sehr alter Reben prägt Tiefe und Konzentration der Weine.

Weinbergsarbeit und Vinifikation

Durantou strukturierte den Weinberg grundlegend um und ersetzte die Unterlage SO4 durch die von ihm bevorzugte, weniger wüchsige 3309. Die Trauben werden vollständig entrappt und 18 Monate in rund 70 Prozent neuer Eiche ausgebaut; die Fässer sind doppelt getoastet, um Vanille-Noten zu vermeiden. Die winzige Fläche ließe sich an einem Tag lesen – das Team nimmt sich jedoch eine Woche Zeit, um jede Parzelle mehrfach zu durchgehen.

Grand Vin und Zweitwein

Der Grand Vin Château l’Église-Clinet macht rund 70 Prozent der ohnehin winzigen Produktion aus (rund 1.000 Kisten), der Zweitwein La Petite Église (100 % Merlot) rund 20 Prozent. Letzterer stammt aus einer separaten, tiefer gelegenen Parzelle, die 2018 gerodet wurde und nach einigen Brachejahren wiederbepflanzt wird. Zum Besitz der Familie zählen außerdem Les Cruzelles und La Chenade (Lalande-de-Pomerol), Montlandrie (Castillon) und Saintayme (St-Émilion).

Stilistik und Geschmacksprofil

L’Église-Clinet besticht durch bemerkenswerte Konstanz von Jahr zu Jahr: Heidelbeere, Brombeere, Zwetschge, Holzkohle und Lakritze – stets präzise und durchdacht, zugleich saftig und betörend, mit flexiblen Tanninen, die Licht hereinlassen, ohne Komplexität zu opfern. Mit Reife nehmen Struktur und Aromatik eine kaum zu widerstehende Tiefe an.

Bedeutende Jahrgänge

Zu den herausragenden jüngeren Jahrgängen zählen 2015, 2016, 2018 und 2019. Bei den reiferen Jahrgängen lohnen sich besonders 1985, 1989, 1990, 2001 und 2005 – an Letzteren lässt sich verfolgen, wie betörend die Struktur mit Flaschenreife schmilzt (der 1985er gilt qualitativ als nahe an Pétrus).

Lagerpotenzial

Der Grand Vin reift in großen Jahrgängen dreißig Jahre und mehr und braucht meist acht bis zwölf Jahre, um sich zu öffnen. La Petite Église ist nach fünf bis acht Jahren auf der Höhe.

Marktpreise und Preisentwicklung

Europäische Wine-Searcher-Notierungen für aktuelle Jahrgänge (Endkundenpreise inkl. MwSt., Richtwerte):

  • La Petite Église rund 60 bis 120 Euro
  • Château l’Église-Clinet Grand Vin rund 250 bis 450 Euro für aktuelle Jahrgänge; reife Spitzenjahrgänge (1989, 2009, 2010, 2015) liegen höher.

Aufgrund der winzigen Produktion und der Spitzenqualität zählt l’Église-Clinet zu den gesuchtesten Pomerols überhaupt.

Kauforientierung

Den Einstieg in den Stil bietet La Petite Église. Für Sammler ist der Grand Vin in großen Jahrgängen die strategische Position – ein präziser, langlebiger Pomerol von größter Rarität, idealerweise aus gesicherter Provenienz.

FAQ

Das Gut gehört der Familie Durantou. Nach dem Tod von Denis Durantou (2020) führen es seine Töchter Noëmie (Winemakerin) und Constance Durantou, gemeinsam mit Kellermeister Olivier Gautrat.

Pomerol kennt keine offizielle Klassifikation. L’Église-Clinet zählt heute dennoch zu den absoluten Spitzengütern der Appellation.

Der Rebsortenspiegel umfasst 85 % Merlot, 14 % Cabernet Franc und 1 % Malbec – ohne Cabernet Sauvignon.

Der Zweitwein ist La Petite Église (100 % Merlot, aus einer separaten Parzelle).

Die Rebfläche umfasst nur rund 4,5 Hektar; die Produktion liegt bei rund 1.000 Kisten pro Jahr.

Aktuelle Jahrgänge des Grand Vin liegen im europäischen Markt bei rund 250 bis 450 Euro, reife Spitzenjahrgänge höher. La Petite Église beginnt bei rund 60 Euro.

Bedeutung innerhalb der Bordeaux-Hierarchie

L’Église-Clinet zeigt, dass in Pomerol – ganz ohne Klassifikation – ein winziges Gut zu den größten Weinen Bordeauxs zählen kann. Mit außergewöhnlich alten Reben, präzisem Stil und der bruchlosen Fortführung des Werks von Denis Durantou durch seine Töchter gehört es zur absoluten Spitze des rechten Ufers.

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