Die Geschichte von Schloss Halbturn
Geschichte wird am Weingut Schloss Halbturn groß geschrieben. Kein Wunder, gingen die Besitztümer doch von Beginn an durch mehrere Adelshäuser, darunter Grafen und Königinnen. Und selbst Kaiser Karl VI wusste das im Jahr 1711 erbaute Anwesen als Jagd- und Sommerresidenz zu schätzen. Heute ist in den Stallungen der kaiserlichen Lipizzaner die Kellerei untergebracht. Dieser ehrwürdigen und langen Historie wird auch in der Philosophie des Weinguts Tribut gezollt. Die hochwertigsten Weine dürfen zuerst ihre eigene Geschichte in der Flasche entwickeln, bevor sie in der ersten Genussreife an Weinliebhaber und ausgewählte Gastronomiebetriebe ausgeliefert werden.
Die Historie rund um das Schloss Halbturn begann im Jahr 1015 mit dem Erwerb von Land durch das österreichische Grafengeschlecht Poth. Der erste Kauf von Weingärten geschah jedoch erst 200 Jahre später im Jahr 1214. Der Jungenberg in Jois ist bis heute noch im Besitz der Eignerfamilien, der Grafen zu Koenigsegg-Aulendorf sowie Dieter Hoffmann-Unzog. Die Weine, die aus dieser Lage gekeltert werden, zählen zu den Flaggschiffen des Weingut Schloss Halbturn.
Im Jahr 1846 wurden die Weingärten des Schlosses rekultiviert und in Jois und Neusiedl zum ersten Mal sortenrein bepflanzt. 1960 erweiterte Baron Paul Waldbott-Bassenheim die Rebfläche um 40 Hektar am Wittmannshof in der unmittelbaren Nähe von Schloss Halbturn. 2001 schließlich erlebte das Weingut eine umfassende Umstrukturierung. Damals wurden knapp 40 Hektar der bislang 50 Hektar Fläche gerodet und neu ausgepflanzt. Die Linie des Weinguts ist seitdem frankophil ausgerichtet.
Die Weine
Das Weingut Schloss Halbturn bietet ein großes Sortiment von Schaumweinen über Weiß-, Rot- und Süßwein bis hin zu Spirituosen, und das unter zwei Dachmarken. Die Weine der Koenigsegg-Linie konzentrieren sich auf den Ausdruck burgenländischer Sortentypizität. Unter der Marke Schloss Halbturn sind die frankophil ausgebauten Weine zu finden. Besonders eindrucksvoll finden wir die Rotweine, die immer wieder bei Weinproben im direkten Vergleich mit ihren französischen Vorbildern brillieren und ihre hohe Qualität zeigen.
Den eleganten Pinot Noirs, aromatischen Sankt Laurents, seidigen Blaufränkisch sowie der druckvollen Cuvée Imperial rot (BF-CS-ME-CF) sollte man auf alle Fälle Zeit zum Reifen geben. Aber dies entspricht ja auch der Empfehlung des Hauses und der Verkaufsstrategie des Weinguts. Und wer auf der Suche nach dem ganz Besonderen ist: Merlot und Cabernet Franc reinsortig von Schloss Halbturn sind wahre Raritäten. Sie zählen mitunter zu den teuersten Weinen Österreichs.
Das Geschmacksprofil
Die Pinot Noirs sind ebenso wie der St. Laurent sehr burgundisch angelegt, mit gut integrierter Holzwürze und rotbeerigem Bukett. Ähnliches zeichnet sich auch bei den Bordeaux Blends ab. Egal ob Jungenberg oder reinsortiger Merlot bzw. Cabernet Franc: Die Weine sind mit den ganz Großen dieser Welt vergleichbar.
Auch wenn die Jahrgangsunterschiede zu erkennen sind, so hat es das Weingut geschafft eine klare Winzerhandschrift in die Produkte zu bringen. Gerade im Blindvergleich sind sie außerordentlich gute Piraten und spielen in der gleichen Liga wie ihre französischen Rebsorten-Kollegen. Vor allem, wenn die Weine bereits 15 Jahre und mehr Flaschenreife haben, wird die Unterscheidung immer schwieriger. Dann tritt die typische Schloss Halbturn Stilistik ein wenig in den Hintergrund, und feine sortentypische Reifearomen treten hervor. Dies haben wir auch selbst bei mehreren MasterClasses überprüft, und können wir bestätigen.
https://maywines.com/masterclass-burgundy-grand-cru-co-trifft-weingut-schloss-halbturn/
https://maywines.com/masterclass-bordeaux-trifft-schloss-halbturn/