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Domaine du Clos de Tart

Frankreich → Burgund → Domaine du Clos de Tart

Clos de Tart ist mit 7,53 Hektar das größte Grand-Cru-Monopol des Burgund, ein seit über 880 Jahren ungeteilter Weinberg in Morey-Saint-Denis, heute im Besitz von Artémis Domaines. Reiner Pinot Noir von dichter, seidiger Statur und großer Reife. Erfahren Sie mehr über Herkunft, Terroir, Stil und Marktpreise und sichern Sie sich die Weine dieses Kult-Weinguts bei May Wines.

Domaine du Clos de Tart 

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0 € – 6.000 €
2021 – 2021
2021 Clos de Tart Monopole Grand Cru - Domaine du Clos de Tart
96 Jasper Morris 94-
96
Robert Parker
Frankreich → Burgund Pinot Noir

2021
Clos de Tart Monopole Grand Cru - Domaine du Clos de Tart

€ 660,00 Literpreis: 880,00 €
differenzbesteuert
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klimatisierten Keller

Domaine du Clos de Tart: Das größte Grand-Cru-Monopol des Burgund

Clos de Tart ist ein Grand-Cru-Rotwein aus Pinot Noir und zugleich das größte der fünf Grand-Cru-Monopole des Burgund: ein 7,53 Hektar großer, vollständig von einer Mauer umschlossener Weinberg in der Gemeinde Morey-Saint-Denis an der Côte de Nuits, seit über 880 Jahren ungeteilt und in Alleinbesitz. Stilistisch steht Clos de Tart für einen dichten, tief-fruchtigen und strukturbetonten Burgunder mit großem Reifepotenzial. Wer Clos de Tart kaufen möchte, erwirbt einen der wenigen monolithischen Spitzenweinberge des Burgund, knapp, allokiert und international gesucht.

Herkunft und Eigentümer

Die Geschichte reicht bis 1141 zurück, als Zisterzienserinnen des Ordens Notre-Dame de Tart den damals »La Forge« genannten Weinberg zusammenführten und über rund 650 Jahre bewirtschafteten. Nach der Französischen Revolution wurde der Besitz verstaatlicht und 1791 versteigert; er ging an den Weinhändler Nicolas-Joseph Marey, dessen Familie später Marey-Monge hieß. 1932, während der Weltwirtschaftskrise, erwarb die Mâconnaiser Négociant-Familie Mommessin den Clos. 1997 verkaufte sie ihr Handelsgeschäft an Boisset, behielt den Weinberg jedoch. 2018 übernahm die Familie Pinault über Artémis Domaines, der erst vierte Eigentümer in über 880 Jahren. Die önologische Leitung lag bei den Régisseuren Sylvain Pitiot (1996 bis 2015) und Jacques Devauges (u. a. Jahrgang 2016); seit 2019 verantwortet Alessandro Noli Weinberg und Keller, übergeordnet steht Frédéric Engerer als CEO von Artémis Domaines. Seine eigene Appellation und den Grand-Cru-Rang erhielt Clos de Tart am 4. Januar 1939.

Terroir und Lage

Clos de Tart (7,53 ha) liegt im Herzen von Morey-Saint-Denis an der Côte de Nuits. Der Weinberg grenzt im Norden unmittelbar an den Clos des Lambrays und im Süden an Bonnes-Mares, dessen größerer Teil bereits in Chambolle-Musigny liegt; damit ist Clos de Tart, vom Bonnes-Mares-Streifen abgesehen, der südlichste der fünf Morey-Grand-Crus, nur einen Steinwurf von Chambolle-Musigny entfernt. Die Ausrichtung ist ost- bis ostsüdöstlich, auf 270 bis 300 Metern Höhe. Ungewöhnlich verlaufen die Reben in Nord-Süd-Reihen, also quer zum Hang: Das schützt vor Erosion und sorgt für gleichmäßige Sonnenexposition. Die Kalk-Lehm-Böden stammen aus drei geologischen Epochen; im oberen Drittel ist der Untergrund steiniger und heller, weiter unten steigt der Tonanteil.

Weinberg und Weinbau

Das Rebmaterial ist alt: Im Schnitt zählen die Stöcke rund 50 bis 60 Jahre, einzelne über hundert; die Pflanzdichte ist mit etwa 11.000 Stöcken je Hektar hoch. Clos de Tart arbeitet seit 2015 biologisch (Zertifizierung 2018) und führte 2016 biodynamische Praktiken ein (Biodyvin-Zertifizierung 2019). Die Erträge sind auf 23 bis 30 hl/ha begrenzt; 2016 fiel mit 35 hl/ha die größte Ernte seit 1999 aus. Gelesen wird traditionell spät, ergänzt um grüne Ernte im Sommer, damit nur vollreifes und streng sortiertes Lesegut in den Wein gelangt.

Vinifikation und Ausbau

Vinifiziert wird parzellenweise in 15 Holzbottichen von 20 bis 40 Hektolitern, entsprechend Bodenkarte und Rebalter. Ganztrauben- und Neuholzanteil variieren je nach Jahrgang, 2020 etwa rund 55 Prozent Ganztrauben und 65 Prozent neues Holz, 2022 rund 52 und 60 Prozent. Der Ausbau dauert 18 bis 24 Monate im Barrique; die Assemblage entsteht auf Basis einer Verkostung rund einen Monat vor der Füllung, und der Wein bleibt unfiltriert. Zum Jahrgang 2019 wurde die Cuverie erneuert; der mehrgeschossige, historische Steinkeller erlaubt eine weitgehend schwerkraftbasierte Kellerarbeit.

Die Weine: Clos de Tart und La Forge de Tart

Das Gut füllt zwei Rotweine. Der Clos de Tart Grand Cru Monopole ist der große Wein; die zweite Abfüllung La Forge de Tart trägt den Rang Morey-Saint-Denis Premier Cru und stammt aus den jüngeren Reben innerhalb der Mauern. Die Gesamtproduktion liegt in der Größenordnung von rund 2.500 Kisten pro Jahr. In den jüngeren Jahrgängen (2020 bis 2022) floss kein Presswein in den grand vin; 2022 wurde zudem die Parzelle »Jeanniard« erstmals in den großen Wein aufgenommen.

Stilistik und Geschmacksprofil

Clos de Tart verbindet Dichte mit Struktur. Typisch sind reine rote und dunkle Beerenfrucht, florale Noten von Veilchen und Rose, Gewürz- und Lakritzanklänge sowie eine feine Mineralität; die Textur wirkt seidig und zugleich straff, der Nachhall ist lang. In der Jugend ist der Wein zunehmend zugänglich, bleibt aber klar auf lange Reife angelegt. Historisch galt der Stil als kraftvoll und reif; Kritiker merkten an, dass der Neuholzeinsatz den Wein in seinen ersten beiden Jahrzehnten früher stärker prägte als heute.

Bedeutende Jahrgänge

Als lagerfähiger Grand Cru zeigt Clos de Tart seine Klasse über viele Jahre. Zu den reifen Klassikern zählen 1990, 1996, 1999, 2005, 2009 und 2010; iDealwine hebt aus früheren Jahren besonders 1985, 1989 und 1990 hervor. Unter den jüngeren Jahrgängen gelten 2015, 2016, 2019, 2020 und 2022 als besonders gelungen, 2016 war laut Jasper Morris die beste Ernte seit 1999. Jahrgangsgenaue Bewertungen sollten an der jeweiligen Kritikerquelle mit Jahr geprüft werden.

Lagerpotenzial

Dank alter Reben und dichter Struktur ist Clos de Tart ausgesprochen lagerfähig. Gute Jahrgänge entwickeln sich über etwa 15 bis 25 Jahre und länger; iDealwine nennt bis zu 25 Jahre Reifepotenzial. Junge Jahrgänge öffnen sich langsam und gewinnen deutlich durch mehrere Jahre Flaschenreife, bevor sie ihre volle Komplexität zeigen.

Auszeichnungen und Kritikerstimmen

Die wichtigste Stimme zum Burgund ist Jasper Morris MW, Autor von *Inside Burgundy* (Erstauflage 2010, überarbeitete Zweitauflage 2021, beide André-Simon-Preisträger) und Betreiber der Plattform insideburgundy.com, die mit einer 100-Punkte-Skala und einem Fünf-Sterne-System bewertet. Morris beschreibt Morey-Saint-Denis als »a slightly more savoury, slightly more wild type of wine« und den Pitiot-Stil des Clos de Tart als tiefgründig, fruchtreich und strukturbetont, nach seiner Einschätzung stärker in spät reifenden Jahrgängen wie 2004, 2008 und 2013 als in frühreifen. Ergänzend heben Kritiker von Vinous (u. a. Neal Martin) sowie weitere internationale Verkoster Reinheit, Tiefe und Präzision der jüngeren Jahrgänge hervor. Historisch war der Rang früh verbürgt: Schon Jules Lavalle führte den Clos 1855 als einzigen Wein von Morey als »Tête de Cuvée«.

Marktpreise und Preisentwicklung

Clos de Tart gehört zu den preislich gehobenen Grands Crus des Burgund. Am europäischen Markt liegen die Endkundenpreise laut iDealwine (inkl. MwSt., Stand 2025) für jüngere Jahrgänge meist zwischen etwa 650 und 1.000 Euro je Flasche (0,75 l). Reife Spitzenjahrgänge wie 1999, 2001, 2009 oder 2015 werden häufig zwischen 1.100 und 1.350 Euro gehandelt; seltene alte Jahrgänge und Großformate erreichen deutlich mehr (bis rund 2.400 Euro). Als knapper Monopol-Grand-Cru gilt der Wein als sammel- und wertbeständig. Für den tagesaktuellen Stand empfehlen sich iDealwine, Wine-Searcher (EU) und Liv-ex.

Clos de Tart kaufen, worauf achten

Da nur eine begrenzte Menge produziert wird, ist Clos de Tart meist allokiert und rasch vergriffen. Beim Kauf lohnt der Blick auf den Jahrgang, Stil und Reifefenster unterscheiden sich spürbar, auf einwandfreie Provenienz und Lagerung sowie auf die Wahl zwischen reifen Jahrgängen für den Sofortgenuss und jungen Jahrgängen zum Einlagern. La Forge de Tart bietet einen zugänglicheren und günstigeren Einstieg in die Handschrift des Hauses.

Häufige Fragen (FAQ)

Wo liegt Clos de Tart?

Clos de Tart liegt in der Appellation Morey-Saint-Denis an der Côte de Nuits im Burgund und grenzt im Norden an den Clos des Lambrays, im Süden an Bonnes-Mares.

Wem gehört Clos de Tart heute?

Seit 2018 gehört das Gut der Familie Pinault über die Holding Artémis Domaines, zu der auch Château Latour und die Domaine d’Eugénie zählen. Es ist erst der vierte Eigentümer seit 1141.

Ist Clos de Tart ein Monopol?

Ja. Der gesamte 7,53 Hektar große, ummauerte Weinberg ist in Alleinbesitz und damit ein Grand-Cru-Monopol, das größte der fünf im Burgund und das einzige in Morey-Saint-Denis.

Welche Rebsorte wird angebaut?

Ausschließlich Pinot Noir; Clos de Tart ist ein reiner Rotwein.

An welche Lagen grenzt Clos de Tart?

Direkt an den Grand Cru Clos des Lambrays im Norden und an Bonnes-Mares im Süden, dessen größerer Teil in Chambolle-Musigny liegt.

Wie schmeckt Clos de Tart?

Dicht, tief-fruchtig und strukturbetont, mit roter und dunkler Frucht, floralen und mineralischen Noten sowie langem Nachhall. Jung zunehmend zugänglich, aber auf lange Reife angelegt.

Was kostet Clos de Tart?

Jüngere Jahrgänge kosten am europäischen Markt meist rund 650 bis 1.000 Euro je Flasche (iDealwine, inkl. MwSt., 2025); reife Spitzenjahrgänge liegen häufig zwischen 1.100 und 1.350 Euro.

Wie lange ist Clos de Tart lagerfähig?

Gute Jahrgänge reifen etwa 15 bis 25 Jahre und länger. Junge Jahrgänge gewinnen deutlich durch mehrere Jahre Flaschenreife.

Was ist La Forge de Tart?

La Forge de Tart ist der Zweitwein des Guts, ein Morey-Saint-Denis Premier Cru aus den jüngeren Reben innerhalb der Clos-Mauern, ein günstigerer Zugang zum Stil des Hauses.

Bedeutung innerhalb der Weinwelt

Mit seiner seit über neun Jahrhunderten ungeteilten Fläche, seiner Alleinlage und der Präzision der heutigen Bewirtschaftung steht Clos de Tart in einer Reihe mit den großen Monopolen des Burgund. Grand-Cru-Appellationen machen im Burgund nur rund ein Prozent der Erzeugung aus; innerhalb dieser kleinen Spitze nimmt Clos de Tart als größtes Grand-Cru-Monopol der Region eine Sonderstellung ein und dürfte unter Artémis Domaines technisch weiter an Präzision gewinnen.

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