Ein Sprichwort besagt: „Schuster, bleib bei deinen Leisten.“ Und doch gibt es Ausnahmen, denen wir uns nicht entziehen konnten. Trotz unserer klaren Ausrichtung auf Frankreich haben einige österreichische Weingüter ihren festen Platz in unserem fixen Portfolio gefunden.
Bewusste Auswahl mit klarem Fokus
Der Raum für heimische Betriebe ist bei uns bewusst begrenzt – nicht zuletzt, weil es in Österreich zahlreiche Händler mit breiterem Sortiment gibt. Umso gezielter fällt unsere Auswahl aus.
Fokus Wachau
Unsere langjährige Begeisterung für Riesling und Grünen Veltliner aus der Wachau spiegelt sich deutlich wider: Fünf Produzenten aus dieser Region bilden das Herzstück unseres Österreich-Portfolios. Mit dabei sind traditionsreiche Namen wie FX Pichler, Franz Hirtzberger, Mathias Hirtzberger, Prager und FJ Gritsch – Betriebe, die seit Jahrzehnten für Präzision, Herkunft und Kontinuität stehen.
Ergänzt wird das Portfolio durch Johanneshof Reinisch aus der Thermenregion. Für uns ein Betrieb, der stilistisch ebenso gut im Burgund verortet sein könnte. Sowie das Weingut Pöckl aus Mönchhof, das unsere Affinität zu den etwas kompakteren Bordeauxblends ebenso unterstreicht.
Die Wachau im internationalen Kontext
Österreich bietet eine Vielzahl herausragender Weingüter in unterschiedlichsten Regionen und Stilrichtungen – sowohl im Weiß- als auch im Rotweinbereich.
Blickt man jedoch auf den internationalen Markt, nimmt die Wachau eine besondere Stellung ein. Auch wenn nicht unbedingt in der Breite, so doch im Ansehen, zählen die Wachauer Betriebe seit Jahrzehnten zur Spitze. Namen wie FX Pichler, Franz Hirtzberger und Prager waren bereits in den frühen 1990er-Jahren international präsent und fanden früh ihren Platz auf renommierten Weinkarten weltweit.
Dieser Erfolg basiert nicht nur auf Timing, sondern vor allem auf konsequenter Qualitätsarbeit. Mit der Gründung der Vinea Wachau wurde ein klares Regelwerk geschaffen, das maßgeblich zur internationalen Positionierung der Region beigetragen hat. Fragen zur Weiterentwicklung dieser Klassifikation bleiben bestehen – die Qualität der Weine steht jedoch außer Zweifel.
Rebsortenvielfalt mit klarem Profil
Auch abseits der Wachau setzen wir auf Betriebe mit klarer Handschrift. Sowohl beim Johanneshof Reinisch als auch beim Weingut Pöckl zeigt sich eine ausgewogene Verbindung aus autochthonen und internationalen Rebsorten.
Bei Reinisch stehen unter anderem Zierfandler, Rotgipfler und St. Laurent im Fokus, während bei Pöckl Zweigelt und St. Laurent eine zentrale Rolle spielen. Rebsorten, die mit Überzeugung und Präzision interpretiert werden und das Profil der jeweiligen Region klar widerspiegeln.
Den Kontrapunkt bieten internationale Rebsorten wie Chardonnay und Pinot Noir bei der Familie Reinisch sowie Merlot, Syrah, Cabernet Sauvignon & Cabernet Franc bei René und Eva Pöckl.
So entsteht ein bewusst schlankes, aber in sich stimmiges Österreich-Portfolio, das unsere Handschrift klar widerspiegelt. Qualität, Herkunft und Persönlichkeit stehen dabei stets im Vordergrund – unabhängig von Region oder Rebsorte.