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Riesling

Riesling

Riesling – für viele die größte weiße Rebsorte der Welt. Vom filigranen Mosel-Kabinett mit 8 % Alkohol über das strahlende Große Gewächs aus Rheingau und Nahe, den eleganten Grand Cru aus dem Elsass bis zum mineralischen Smaragd aus der Wachau und der knochentrockenen Clare-Valley-Spitze zeigt Riesling eine Bandbreite, die ihresgleichen sucht. Egon Müller, Dönnhoff, Keller, Trimbach, Hirtzberger, Grosset – entdecken Sie die ikonischen Erzeuger und finden Sie den Riesling, der zu Ihrem Anlass passt.

Riesling 

Weingüter

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0 € 6.000 €
1985 2024
1985 Heiligenstein Riesling Kabinett - Weingut Bründlmayer
Österreich → Niederösterreich Riesling

1985
Heiligenstein Riesling Kabinett - Weingut Bründlmayer

 49,00 Literpreis: 65,33 €
differenzbesteuert
2 vorrätig
1988 Heiligenstein Riesling Kabinett - Weingut Bründlmayer
Österreich → Niederösterreich Riesling

1988
Heiligenstein Riesling Kabinett - Weingut Bründlmayer

 49,00 Literpreis: 65,33 €
differenzbesteuert
2 vorrätig
1995 Kiedrich Gräfenberg Riesling Spätlese - trocken - Weingut Robert Weil
Deutschland → Rheingau Riesling

1995
Kiedrich Gräfenberg Riesling Spätlese - trocken - Weingut Robert Weil

 35,00 Literpreis: 46,67 €
differenzbesteuert
18 vorrätig
1995 Klaus Riesling Smaragd - Weingut Prager
Österreich → Niederösterreich Riesling

1995
Klaus Riesling Smaragd - Weingut Prager

 60,00 Literpreis: 80,00 €
differenzbesteuert
6 vorrätig
1998 Achleiten Riesling Auslese - Weingut Prager
91 May Points
Österreich → Niederösterreich Riesling

1998
Achleiten Riesling Auslese - Weingut Prager

 65,00 Literpreis: 86,67 €
differenzbesteuert
6 vorrätig
1998 Klaus Riesling Auslese - halbtrocken - Weingut Prager
91 May Points
Österreich → Niederösterreich Riesling

1998
Klaus Riesling Auslese - halbtrocken - Weingut Prager

 40,00 Literpreis: 53,33 €
differenzbesteuert
19 vorrätig
1999 Steinriegl Riesling Federspiel - Weingut Prager
Österreich → Niederösterreich Riesling

1999
Steinriegl Riesling Federspiel - Weingut Prager

 28,00 Literpreis: 37,33 €
differenzbesteuert
7 vorrätig
2000 Achleiten Riesling Smaragd - Weingut Prager
Österreich → Niederösterreich Riesling

2000
Achleiten Riesling Smaragd - Weingut Prager

 55,00 Literpreis: 73,33 €
differenzbesteuert
3 vorrätig
2000 Heiligenstein Riesling Lyra  - Weingut Bründlmayer
Österreich → Niederösterreich Riesling

2000
Heiligenstein Riesling Lyra - Weingut Bründlmayer

 70,00 Literpreis: 93,33 €
differenzbesteuert
1 vorrätig
2000 Hollerin Riesling Smaragd - Weingut Prager
Österreich → Niederösterreich Riesling

2000
Hollerin Riesling Smaragd - Weingut Prager

 50,00 Literpreis: 66,67 €
differenzbesteuert
3 vorrätig
2000 Loibenberg Riesling Smaragd - Weingut FX Pichler
Österreich → Niederösterreich Riesling

2000
Loibenberg Riesling Smaragd - Weingut FX Pichler

 75,00 Literpreis: 100,00 €
differenzbesteuert
2 vorrätig
2002 Heiligenstein Riesling Alte Reben - Weingut Bründlmayer
Österreich → Niederösterreich Riesling

2002
Heiligenstein Riesling Alte Reben - Weingut Bründlmayer

 57,00 Literpreis: 76,00 €
differenzbesteuert
1 vorrätig
2002 Hochrain Riesling Smaragd - Weingut Franz Hirtzberger
Österreich → Niederösterreich Riesling

2002
Hochrain Riesling Smaragd - Weingut Franz Hirtzberger

 80,00 Literpreis: 106,67 €
differenzbesteuert
1 vorrätig
2002 Privat Riesling - Weingut Nigl
Österreich → Niederösterreich Riesling

2002
Privat Riesling - Weingut Nigl

 60,00 Literpreis: 80,00 €
differenzbesteuert
3 vorrätig
2004 Clos Sainte Hune - Maison Trimbach
95 Parker 90 Falstaff
Frankreich → Elsass Riesling

2004
Clos Sainte Hune - Maison Trimbach

 375,00 Literpreis: 500,00 €
differenzbesteuert
1 vorrätig
2006 Kirchspiel Riesling Tockenbeerenauslese - Keller
Deutschland → Rheinhessen Riesling

2006
Kirchspiel Riesling Tockenbeerenauslese - Keller DEMI

 175,00 Literpreis: 466,67 €
differenzbesteuert
1 vorrätig
2007 Goldberg Riesling Auslese - Van Volxem
Deutschland → Mosel Riesling

2007
Goldberg Riesling Auslese - Van Volxem

 130,00 Literpreis: 173,33 €
differenzbesteuert
3 vorrätig
2008 Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Auslese Nr. 13 - Fritz Haag
95 Parker 90 Wine Spectator
Deutschland → Mosel Riesling

2008
Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Auslese Nr. 13 - Fritz Haag

 130,00 Literpreis: 173,33 €
differenzbesteuert
1 vorrätig
2008 Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Spätlese Nr. 14 Versteigerungswein - Fritz Haag
95 Parker 90 Wine Spectator
Deutschland → Mosel Riesling

2008
Brauneberger Juffer Sonnenuhr Riesling Spätlese Nr. 14 Versteigerungswein - Fritz Haag

 145,00 Literpreis: 193,33 €
differenzbesteuert
3 vorrätig
2008 Gottesfuß Riesling GG - Van Volxem
Deutschland → Mosel Riesling

2008
Gottesfuß Riesling GG - Van Volxem

 58,00 Literpreis: 77,33 €
differenzbesteuert
1 vorrätig
2008 Graacher Himmelreich Riesling Auslese Goldkapsel Versteigerungswein - Joh. Jos. Prüm
Deutschland → Mosel Riesling

2008
Graacher Himmelreich Riesling Auslese Goldkapsel Versteigerungswein - Joh. Jos. Prüm

 195,00 Literpreis: 260,00 €
differenzbesteuert
2 vorrätig
2008 Graacher Himmelreich Riesling Auslese lange Goldkapsel Versteigerungswein - Joh. Jos. Prüm
Deutschland → Mosel Riesling

2008
Graacher Himmelreich Riesling Auslese lange Goldkapsel Versteigerungswein - Joh. Jos. Prüm DEMI

 260,00 Literpreis: 693,33 €
differenzbesteuert
2 vorrätig
2008 Scharzhofberger Riesling Auslese Goldkapsel Versteigerungswein - Egon Müller
98 Parker
Deutschland → Mosel Riesling

2008
Scharzhofberger Riesling Auslese Goldkapsel Versteigerungswein - Egon Müller DEMI

 900,00 Literpreis: 2.400,00 €
differenzbesteuert
2 vorrätig
2008 Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese GK Versteigerungswein - Dr. Loosen
Deutschland → Mosel Riesling

2008
Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese GK Versteigerungswein - Dr. Loosen

 170,00 Literpreis: 226,67 €
differenzbesteuert
1 vorrätig

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der Flaschen

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Riesling – Eine der langlebigsten Rebsorten

Riesling ist eine weiße Rebsorte (Vitis vinifera) deutscher Herkunft und nach Einschätzung vieler Kritiker die vielseitigste und langlebigste weiße Edelrebe der Welt. Weltweit umfasst die Anbaufläche etwa 50.000 Hektar; davon entfallen rund 24.233 Hektar (2024) auf Deutschland, was rund 45 Prozent der weltweiten Riesling-Fläche entspricht. Die wichtigsten Anbaugebiete sind in Deutschland die Pfalz (ca. 5.926 ha), Rheinhessen (5.438 ha), die Mosel (5.266 ha) und der Rheingau mit dem höchsten Riesling-Anteil aller deutschen Anbaugebiete (rund 78 % der Rebfläche, ca. 2.412 ha). Hinzu kommen das Elsass in Frankreich, die Wachau und das Kamptal in Österreich sowie bedeutende Rebflächen in Australien (Clare Valley, Eden Valley), den USA (Finger Lakes, Washington State), Neuseeland und Kanada. Stilistisch reicht Riesling vom strahlend trockenen Großen Gewächs über fein-restsüße Kabinette und Spätlesen bis zu den nobelsüßen Auslesen, Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eisweinen – kaum eine andere Rebsorte zeichnet ihr Terroir und ihren Jahrgang derart präzise nach.

Herkunft und Geschichte

Riesling ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine autochthone Sorte des deutschen Rheinraums, mutmaßlich Nachfahre einer wilden Vitis vinifera sylvestris. Die erste schriftliche Erwähnung datiert vom März 1435: Graf Johann IV. von Katzenelnbogen ließ in seinem Kellerei-Inventar zu Rüsselsheim für 22 Schilling sechs „seczreben Riesslingen“ für seinen Weinberg notieren. Es ist die früheste dokumentierte Spur dieser Rebe.

Im Elsass ist Riesling seit 1477 schriftlich belegt; 1628 gilt als gesichertes Anpflanzungsjahr. Den ersten ampelografischen Eintrag verdankt die Sorte Hieronymus Bock (1498–1554), der sie in der Lateinausgabe seines Kreütterbuchs von 1552 als an „Mosel, Rhein und im Wormser Land“ wachsend beschrieb.

Den Aufstieg zur noblen Rebe verdankt Riesling dem 18. Jahrhundert: 1716 ordneten die Fuldaer Mönche auf Schloss Johannisberg im Rheingau die Aufrebung mit reinem Riesling an. 1787 erließ Kurfürst und Erzbischof von Trier den Befehl, alle minderwertigen Rebsorten in seinem Herrschaftsgebiet durch Riesling zu ersetzen – ein Meilenstein, der die Mosel auf Jahrhunderte prägte. Im 19. Jahrhundert erzielten edelsüße Rheingauer und Moselriesling auf den Auktionen Londons höhere Preise als die ersten Gewächse Bordeaux’s und Champagner. Die älteste erhaltene Riesling-Flasche stammt aus dem Schloss Johannisberger Keller, Jahrgang 1748.

Ampelografie und Weinbergscharakter

Riesling ist eine spät reifende Sorte, was sie für kühl-gemäßigte Klimate prädestiniert, in denen sie die Vegetationsperiode bis Oktober oder gar November ausschöpfen kann. Diese späte Reife ist die Grundlage des riestypischen Säure-Frucht-Verhältnisses, das die Rebe weltweit unverwechselbar macht. Sie ist frostresistenter als die meisten Edelreben, gleichzeitig anfällig für Echten und Falschen Mehltau sowie für Botrytis – wobei Letztere bei vollreifen Trauben zur erwünschten Edelfäule für die Bereitung von Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen führt.

Riesling liebt steile, gut entwässerte Hänge mit verwitterten mineralischen BödenDevonschiefer an Mosel, Saar und Ruwer; Quarzit und Phyllit im Mittelrhein; Taunusquarzit im Rheingau; Buntsandstein und Kalkstein in der Pfalz; Lösslehm und Rotliegendes in Rheinhessen; Schiefer, Porphyr und vulkanisches Gestein an der Nahe (Dönnhoffs legendäre Hermannshöhle); Urgestein und Gneis in der Wachau und am Kamp.

Globale Verbreitung und stilistische Schwerpunkte

Deutschland

Deutschland ist die unbestrittene Heimat des Riesling. Die wichtigsten Anbaugebiete:

  • Pfalz (ca. 5.926 ha Riesling): kräftigere, frühreifere Stile mit gelber Frucht; Erzeuger Bürklin-Wolf, Müller-Catoir, von Buhl, Christmann
  • Rheinhessen (5.438 ha): das größte deutsche Anbaugebiet; Keller (G-Max, Hubacker) und Wittmann zählen zu den weltweit höchstbewerteten Erzeugern
  • Mosel (5.266 ha): filigrane, leichte Rieslinge mit niedrigem Alkohol und elektrisierender Säure; Egon Müller(Scharzhofberger), Joh. Jos. Prüm (Wehlener Sonnenuhr), Markus MolitorFritz HaagWilli SchaeferSelbach-Oster
  • Rheingau (2.412 ha; 78 % der Region): klassisch, mineralisch, sehr lagerfähig; Robert WeilEva FrickeKünstlerSpreitzerSchloss JohannisbergSchloss Vollrads
  • Nahe: hochmineralische, oft als perfekt austarierte Rieslinge geltend; Dönnhoff (Hermannshöhle, Dellchen, Brücke) ist die Referenz, gefolgt von Schäfer-Fröhlich und Emrich-Schönleber
  • Weitere Anbaugebiete: Württemberg, Baden, Mittelrhein, Saale-Unstrut

Das deutsche Qualitätssystem unterscheidet trocken/halbtrocken/feinherb in den Stufen Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein. Der VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) hat zudem ein lagenbasiertes Klassifikationssystem mit Großem Gewächs (GG) für trockene Lagenweine etabliert.

Frankreich – Elsass

Im Elsass ist Riesling eine der vier „Edelreben“ (Edelzwicker-Sorten) und alleinige Rebsorte vieler Grand-Cru-Lagen. Trocken vinifiziert, alkoholisch etwas kräftiger als deutsche Pendants, oft mit gelber Frucht und ausgeprägter Mineralität. Referenzen: Trimbach (Clos Sainte Hune, Cuvée Frédéric Emile), HugelDomaine WeinbachZind-HumbrechtSchlumbergerAlbert Mann.

Österreich

In Österreich ist Riesling die zweitwichtigste weiße Edelrebe nach Grüner Veltliner. Konzentriert auf Wachau(Hirtzberger Singerriedel, F.X. Pichler Kellerberg, Knoll Schütt), Kamptal (Bründlmayer Heiligenstein, Schloss Gobelsburg Heiligenstein, Hirsch Gaisberg) und Kremstal. Stilistisch trocken, mineralisch, oft mit ausgeprägter Steinobstfrucht und mehr Körper als an der Mosel.

Weitere Länder

  • Australien: ca. 3.157 ha (2015); Clare Valley und Eden Valley sind weltberühmt für knochentrockene, limettendominierte Rieslinge mit hohem Alterungspotenzial (Grosset Polish Hill, Pewsey Vale, Henschke)
  • USA: ca. 4.605 ha (2015); Washington State (Eroica von Chateau Ste. Michelle & Loosen) und Finger Lakes (Hermann J. Wiemer, Dr. Konstantin Frank)
  • Neuseeland: Marlborough, Central Otago
  • Kanada: Niagara Peninsula, Okanagan Valley (Eisweine)

Vinifikation

Riesling wird fast immer reduktiv und holzfrei vergoren, um Frucht und Säurespiel zu bewahren. Pressung der ganzen Trauben, kühle Vergärung im Edelstahltank oder im traditionellen Stückfass (Mosel: 1.000-Liter-Fuderfass; Rheingau: Halbstückfass) bei niedrigen Temperaturen. Spontangärung ist im Spitzensegment Standard, BSA wird unterdrückt. Edelsüße Auslesen, BAs und TBAs entstehen aus selektiv handgelesenen, mit Botrytis cinerea infizierten Beeren; Eisweine aus gefroren am Stock gelesenen Trauben bei mindestens minus 7 °C.

Aromenprofil

Primäraromen trockener Stile: Limette, Zitrone, grüner Apfel, weißer Pfirsich, Aprikose, weiße Blüten, manchmal Kräuter; bei restsüßen Mosel-Spätlesen Honigmelone, Birne, Mango. Sekundäraromen durch Hefelager: Brötchen, Mandeln, kreidige Mineralität. Tertiäraromen gereifter Rieslinge: die charakteristische Petrolnote (TDN – Trimethyldihydronaphthalin), Honig, Kerosin, Bienenwachs, getrocknete Aprikose, Schwarztee. Säurestruktur sehr hoch (oft 7–10 g/l), Alkohol je nach Stil zwischen 7 % (Mosel-Kabinett feinherb) und 13,5 % (Wachau Smaragd, Pfalz GG).

Lagerpotenzial

Wenige Weißweine lagern wie Riesling. Mosel-Kabinette zeigen oft erst nach fünf bis zehn Jahren ihre wahre Tiefe; GGs aus Rheingau, Nahe und Pfalz entwickeln sich über zehn bis dreißig Jahre; Spätlesen, Auslesen und edelsüße Versionen können fünf Jahrzehnte und mehr reifen. Die ältesten trinkbaren Schloss-Johannisberg-Rieslinge stammen aus dem 18. Jahrhundert. Auch reife Clare-Valley- und Eden-Valley-Rieslinge altern hervorragend.

Bedeutende Erzeuger und Ikonen

Zu den international höchstbewerteten Erzeugern zählen in Deutschland Egon Müller (Scharzhofberger TBA als teuerster Weißwein der Welt), Joh. Jos. PrümDönnhoffKellerWittmannRobert WeilMarkus MolitorFritz HaagMüller-CatoirSchäfer-FröhlichEmrich-Schönlebervan Volxem; im Elsass Trimbach (Clos Sainte Hune), Domaine WeinbachZind-Humbrecht; in Österreich HirtzbergerF.X. PichlerBründlmayerSchloss Gobelsburg; in Australien Grosset (Polish Hill); in den USA Hermann J. Wiemer.

Marktpreise

  • Einstieg (Gutsweine, einfache Pfalz/Mosel-Rieslinge): 7–15 Euro
  • Mittelklasse (Ortsweine, Kabinette, Federspiele aus der Wachau): 15–35 Euro
  • Premium (Große Gewächse, Erste Lagen, Smaragde, Elsass Grand Cru): 35–100 Euro
  • Ikonen (Egon Müller Scharzhofberger Auslese/BA/TBA, Keller G-Max, Trimbach Clos Sainte Hune): 150–5.000 Euro und mehr; Egon-Müller-TBAs erzielen regelmäßig fünfstellige Auktionspreise

Food Pairing

Riesling ist mit seinem Säurerückgrat einer der besten Speisenbegleiter überhaupt. Trockene Stile passen zu Spargel, Fisch (Forelle, Saibling, Hecht), Sushi, Sashimi, Schweinebraten, Wiener Schnitzel und Asiaküche (thailändisch, vietnamesisch, leicht würzige Currys). Feinherbe Kabinette und Spätlesen sind ideale Partner für indische Küche, scharfe Asiaküche, Riesling-Risotto und gereiften Bergkäse. Edelsüße Auslesen und Beerenauslesen harmonieren mit Foie gras, Blauschimmelkäse (Roquefort, Stilton), Crème brûlée und Aprikosentartelettes; TBAs und Eisweine sind eigenständige Dessertweine.

Bedeutung innerhalb der Weinwelt

Kein anderer Weißwein verbindet Reifekraft, Terroir-Treue und stilistische Bandbreite wie Riesling. Vom 7%-Mosel-Kabinett bis zum 200-Jahre-trinkbaren Schloss Johannisberger, vom strahlenden Großen Gewächs des Rheingau bis zur edelsüßen Saar-TBA – Riesling ist der lebende Beweis, dass weißer Wein in dieselbe Liga gehört wie die größten Rotweine der Welt. Für viele Kritiker (Hugh Johnson, Stuart Pigott, Jancis Robinson) bleibt er die größte weiße Rebsorte überhaupt.

FAQ

Welche Eltern hat Riesling? 

Die genaue Abstammung von Riesling ist nicht abschließend geklärt. Genetische Untersuchungen deuten auf eine Verwandtschaft mit Heunisch (Gouais Blanc) und einer wilden Vitis vinifera sylvestrisaus dem deutschen Rheinraum hin, ergänzt um eine Traminer-nahe Linie. Die Sorte gilt als autochthon deutsch; die erste schriftliche Erwähnung datiert von 1435.

Wo wird Riesling hauptsächlich angebaut? 

Deutschland ist mit rund 24.233 Hektar (2024) das mit Abstand größte Anbauland und beherbergt etwa 45 % der weltweiten Riesling-Fläche. Wichtigste Regionen sind Pfalz, Rheinhessen, Mosel, Rheingau und Nahe. Bedeutende Riesling-Anbauflächen finden sich außerdem im französischen Elsass, in der Wachau und im Kamptal in Österreich, in Australien (Clare Valley, Eden Valley) sowie in den USA (Washington State, Finger Lakes).

Wie schmeckt Riesling? 

Riesling zeigt Limette, Zitrone, grünen Apfel, weißen Pfirsich, Aprikose und blütige Noten; reife Exemplare entwickeln die charakteristische Petrolnote, Honig und Bienenwachs. Die Säure ist sehr hoch, das Aromenspektrum reicht von knochentrocken (Großes Gewächs, Wachau Smaragd, Clare Valley) über feinherb-restsüß (Kabinett, Spätlese) bis nobelsüß (Auslese, Beerenauslese, TBA, Eiswein).

Welche Speisen passen zu Riesling? 

Trockener Riesling harmoniert mit Spargel, Fisch, Sushi, Schweinebraten, Wiener Schnitzel und asiatischer Küche. Feinherbe Stile sind ideale Partner für scharfe Currys und gereiften Bergkäse. Edelsüße Auslesen passen zu Foie gras, Blauschimmelkäse und Desserts mit gelber Frucht.

Was ist ein Großes Gewächs (GG)? 

Das Große Gewächs ist die höchste Stufe der trockenen Lagenweine im Klassifikationssystem des VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter). Es entspricht funktional einem Grand Cru: trocken vinifiziert, aus einer klassifizierten Einzellage, mit strengen Ertrags- und Reifegradregeln. Bei Riesling ist das GG die Referenz für die deutschen Spitzenlagen.

Was ist die Petrolnote im Riesling? 

Die Petrolnote ist ein klassischer Reifemarker des Riesling und entsteht durch den Aromastoff TDN (1,1,6-Trimethyl-1,2-dihydronaphthalin). Sie erinnert an Kerosin oder Kerzenwachs und tritt vor allem in reifen, sonnenexponierten Jahrgängen oder bei längerer Flaschenlagerung auf. In der Weinkritik gilt sie als positives Merkmal authentischer Riesling-Reife.

Wie lange kann man Riesling lagern? 

Riesling ist einer der langlebigsten Weißweine der Welt. Gute Kabinette altern fünf bis fünfzehn Jahre, Spätlesen und GGs zehn bis dreißig Jahre, edelsüße Auslesen, Beerenauslesen, TBAs und Eisweine fünfzig Jahre und mehr. Schloss Johannisberger Rieslinge aus dem 18. Jahrhundert sind dokumentiert.

Was unterscheidet Mosel-Riesling von Rheingau-Riesling? 

Beide bestehen zu 100 % aus Riesling, unterscheiden sich aber stilistisch deutlich: Mosel-Riesling wächst auf Devonschiefer, ist leichter (oft unter 10 % Alkohol bei Kabinett), filigran, mit elektrisierender Säure und feinherb-cremiger Restsüße. Rheingau-Riesling wächst auf Taunusquarzit und Lösslehm, ist kräftiger, klassischer, häufiger trocken vinifiziert und körperreicher.

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