1962 Château St. Georges

1962 Château St. Georges1962 Château St. Georges
  • Jahrgang: 1962
  • Flaschengröße: 0,75l
  • Füllstand: in - into neck
  • Etikett: EV - Etikett verschmutzt, OHK
  • Quelle: privater Sammlerkeller
  • Region: Bordeaux

95,00

Literpreis: €126,67
*Differenzbesteuert
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Weitere Jahrgänge

St. Emilion

Die schönste Stadt weit und breit ist zugleich Namensgeber der 5.400 Hektar großen AC St. Émilion. Während am linken Ufer in Médoc die großen Weingüter dominieren, haben hier, am rechten Ufer (Pomerol und St. Émilion bilden das Kerngebiet), vorrangig zahlreiche Micro-Châteaux und Garagenwinzer das Sagen. Die unübersehbare historische Bedeutung der Stadt mit einem im Mittelalter wichtigen Hafen für den Weinhandel, am Pilgerweg nach Santiago de Compostela gelegen und 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt, macht die Bewohner noch heute zu stolzen Gastgebern – auch für Gäste, die nicht primär wegen des Weines kommen.

Bis zum heutigen Renommee der AC St. Émilion hat es allerdings ein wenig gedauert: Anfang des 20. Jahrhunderts war das linke Ufer bedeutend erfolgreicher und bekannter. Merlot dominiert auf 60 % der Rebfläche und Cabernet Franc fühlt sich äußerst wohl. Cabernet Sauvignon schafft es auf den kühleren Böden allerdings nicht immer zur perfekten Reife. Die Böden der AC St. Émilion werden in die zwei Bereiche côtes (Hänge unterhalb der Stadt) und graves (kieshaltiges Kalksteinplateau westlich davon) eingeteilt. Ca. 2/3 der Weine erlangen den Titel „St. Émilion Grand cru“, 1/3 „St. Émilion“. Interessant sind die Weingüter, die die Spitzenränge „St. Émilion Grand Cru Classé“ und das namentlich recht ähnlich-verwirrende „St. Émilion Premier Grand Cru Classé A & B“ verdienen.

Wussten Sie, dass die 1955 erstellte Klassifikation der Weingüter – als einzige in ganz Frankreich – alle zehn Jahre revidiert wird? Unsere Favoriten sind die (laut der letzten Revision 2012) Premiers Grand Crus Classé A Château Ausone, Pavie, Cheval Blanc sowie die Premiers Grand Crus Classé B Château Figeac und Valandraud.

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Bordeaux

„Am Wasser liegend“ fiel den Römern zum heutigen Bordeaux ein und nannten das Gebiet deshalb „Aquitanien“. Seine Haupt- und Hafenstadt trägt den gleichen Namen wie das 100.000 Hektar große Weinbaugebiet von Weltruhm: Bordeaux oder auf französisch Bordelais. Vor und entlang der Gironde, welcher sich aus den Flüssen Dordogne und Garonne speist, liegen die weltbekannten Weinbaugebiete Médoc, Haut-Médoc, Graves und rechtsufrig die Orte St. Emilion und Pomerol. Unser Herz schlägt seit vielen Jahren für die feinen Weine des Bordelais, wir sammeln schon seit 20 Jahren diese Weine, kaufen regelmäßig Liebhaber-Keller auf und konzentrieren uns auf die für uns großen Jahre (unter anderem 1982, 1985, 1986, 1989, 1990, 1996, 1998, 2000, 2005, 2009, 2010 und einige mehr) und die Top Winzer. Weine, die uns nicht schmecken, bieten wir auch nicht an.

Denkt man als Weinliebhaber an Bordeaux, fällt einem unweigerlich Cabernet Sauvignon ein. Warum gelingt die Sorte dort so besonders gut? Das Klima auf der Halbinsel links der Gironde, Médoc, ist das mildeste in ganz Bordeaux und genau hier gedeihen Cabernet Sauvignon-basierte Cuvées von Weltrang. Die Sorte braucht genau diese Bedingungen, um es mit einiger Regelmäßigkeit zur Traubenreife zu schaffen. Die Kiefernwälder schützen die Weinberge gegen die starken Atlantikwinde und mäßigen zudem die Sommertemperaturen. Da es, so nahe am Meer viel regnet, baut das typische Château zur Risikominderung mindestens drei Rebsorten an: zu Cabernet Sauvignon gesellen sich üblicherweise Merlot und Cabernet Franc, gelegentlich auch die später reifenden Sorten Petit Verdot und Malbec. Voilà! Je nach Uferseite dominieren Cabernet Sauvignon die Cuvée (linkes Ufer) bzw. Merlot (rechtes Ufer). Freilich gibt es vereinzelt Ausnahmen, aber das wäre die grobe Unterscheidung der zwei berühmtesten Ufer der Weinwelt.

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