Vougeot
Der Clos de Vougeot ist vielseitig wie kein anderer Grand Cru– 50,97 Hektar hinter mittelalterlichen Mauern. Weil hier das Weingut maßgeblich die Qualität steuert, haben wir gezielt Weine renommierter Domaines für Sie ausgewählt.
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Der Clos de Vougeot ist vielseitig wie kein anderer Grand Cru– 50,97 Hektar hinter mittelalterlichen Mauern. Weil hier das Weingut maßgeblich die Qualität steuert, haben wir gezielt Weine renommierter Domaines für Sie ausgewählt.
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Vougeot ist die flächenmäßig kleinste Gemeinde der Côte de Nuits. Die gesamte Appellationsfläche umfasst knapp 70 Hektar, von denen mehr als zwei Drittel auf den Grand Cru Clos de Vougeot entfallen – eine von mittelalterlichen Mauern eingefasste Lage von 50,97 Hektar und damit der größte Grand Cru der Côte de Nuits. Die Gemeinde liegt rund 16 Kilometer südlich von Dijon zwischen Chambolle-Musigny und Flagey-Échézeaux. Der Clos de Vougeot verbindet Geschichte, kulturelle Bedeutung und eine geologisch komplexe Lagenstruktur – und wird unter Kennern zugleich kontrovers diskutiert.
Die Gemeinde liegt etwa 16 Kilometer südlich von Dijon, eingebettet zwischen Chambolle-Musigny im Norden und Flagey-Échézeaux sowie Vosne-Romanée im Süden. Das Dorf zählt kaum mehr als 150 Einwohner, und die gesamte Rebfläche der Appellation umfasst knapp 70 Hektar – wovon allein der Grand Cru mehr als zwei Drittel belegt. Den Namen verdankt Vougeot dem kleinen Fluss Vouge, dessen Quelle im Gemeindegebiet liegt und der die natürliche Grenze zu Chambolle-Musigny markiert.
Die AOC Vougeot, deren Dorfweine und Premiers Crus seit dem 8. Dezember 1936 anerkannt sind, besitzt eine Struktur, die im gesamten Burgund einzigartig ist. Drei Klassifikationsebenen sind vertreten:
Die vorherrschende Rebsorte ist Pinot Noir, der alle Grand-Cru- und die meisten Premier-Cru-Weine trägt. Chardonnay ist für Weißweine in bestimmten Premiers Crus zugelassen. Der Grand Cru Clos de Vougeot ist ausschließlich für Rotwein bestimmt: Weine aus Chardonnay oder anderen weißen Sorten, die innerhalb der Mauern erzeugt werden, dürfen lediglich als Vougeot Premier Cru vermarktet werden. Theoretisch lässt das Regelwerk neben Pinot Noir auch geringe Anteile von Pinot Liébault und Pinot Beurot sowie bis zu 15 Prozent weiße Trauben zu, doch diese Möglichkeit wird in der Praxis nicht genutzt.
Vougeot ist die einzige Appellation der Côte de Nuits, deren Rebfläche zu mehr als drei Vierteln aus einem einzigen Grand Cru besteht – eine strukturelle Ausnahme, die die gesamte Appellation durch ihre beherrschende Lage definiert.
Zisterzienser, Revolution und Zersplitterung
Die Geschichte des Clos de Vougeot ist untrennbar mit der Abtei Cîteaux verbunden, dem Mutterkloster des Zisterzienserordens, das im Jahr 1098 gegründet wurde. Schon früh im 12. Jahrhundert begannen die Mönche, Weinberge in Vougeot zu erwerben und zu bewirtschaften. Der erste urkundliche Nachweis des Namens Vougeot datiert auf 1164. Über mehr als zwei Jahrhunderte wuchs der Besitz durch Schenkungen und gezielte Zukäufe. Um 1330 erhielt der Weinberg seinen ummauerten Charakter und den Namen Clos Vougeot; die letzte Parzelle wurde 1336 erworben. Die heutige Umfassungsmauer stammt im Wesentlichen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Das charakteristische Château du Clos de Vougeot ließ Abt Dom Jean XI Loisier 1551 im Stil der burgundischen Renaissance errichten.
Die Französische Revolution von 1789 beendete fast sieben Jahrhunderte klösterlicher Kontinuität: Die Kirchengüter wurden enteignet, der Clos de Vougeot 1791 als Einheit versteigert. Zunächst blieb der Weinberg unter wechselnden Eigentümern weitgehend zusammen – im Jahr 1818 erwarb Julien-Jules Ouvrard den gesamten Besitz, der fast das gesamte 19. Jahrhundert in Händen seiner Familie verblieb. 1882 vernichtete die Reblauskatastrophe den Bestand; nach der Neupflanzung wurde der Weinberg 1889 an 15 burgundische Weinhändler verkauft – der Beginn der bis heute andauernden Parzellierung. 1920 kaufte der Politiker und Winzer Étienne Camuzet das Château; im Jahr 1934 wurde es Sitz der neugegründeten Confrérie des Chevaliers du Tastevin, die dort bis heute ihre legendären Abende im Rahmen der Trois Glorieuses abhält.
Mehr als 80 Eigentümer, ein Grand Cru
Heute teilen sich mehr als 80 Eigentümer die 50,97 Hektar des Clos de Vougeot, aufgeteilt auf rund 100 Parzellen. Jeder produziert seinen Wein vollständig eigenständig. Château de la Tour hält mit rund 5 Hektar den größten Einzelbesitz; Domaine Méo-Camuzet ist mit einer rund 3 Hektar großen Parzelle direkt unterhalb des Château der zweitgrößte Landbesitzer. Louis Jadot und Gros Frère et Soeur zählen ebenfalls zu den bedeutenden Eigentümern.
Diese Zersplitterung ist der eigentliche Schlüssel zum Verständnis des Clos de Vougeot. Die Grand-Cru-Klassifizierung von 1937 folgte dem Verlauf der historischen Mauern – nicht der tatsächlichen Qualität des Terroirs. Es ist heute unter Kritikern und Kennern anerkannt, dass nur Teile des Weinbergs dem Niveau eines Grand Cru wirklich entsprechen. Die unmittelbare Konsequenz lautet: Der Produzent ist im Clos de Vougeot entscheidender als die Lage selbst – eine Ausnahme im burgundischen Klassifikationssystem, das sonst die Hierarchie des Terroirs über alles stellt.
Das Terroir innerhalb des Clos de Vougeot zählt zu den geologisch vielfältigsten Grand-Cru-Lagen Burgunds. Die Weinberge erstrecken sich auf einem Hanggradienten zwischen 240 und 265 Metern, mit einer Neigung von durchschnittlich 3 bis 4 Prozent. Im Norden grenzt das Clos an die Grands Crus Musigny und Grands-Échézeaux; die Grenzmarke zur N74 im Osten bildet den tiefsten Punkt. Diese extreme Ausdehnung eines einzigen Weinbergs bedingt eine Bodenheterogenität, die kaum einem anderen Grand Cru Burgunds eignet.
Die obere Zone, direkt unterhalb des Château und angrenzend an Musigny und Grands-Échézeaux, gilt als die qualitativ wertvollste. Die Böden sind flachgründig und steinig-kalkhaltig; der Untergrund aus oolithischem Kalkstein liegt teilweise nur 40 Zentimeter unter der Oberfläche. Diese außergewöhnliche Drainage und die Wärmeabsorption des Kalksteins erzeugen die konzentriertesten und lagerfähigsten Weine des gesamten Clos. Domaine Méo-Camuzet beschreibt die Vorzüge dieser Lage präzise: Die Böden zwingen die Wurzeln dazu, tief in Risse des Gesteins einzudringen – eine Arbeit, die im Wein als Tiefe und Spannung erfahrbar wird.
Die mittlere Zone ist durch einen ausgewogeneren Kalkstein-Ton-Mix (argilo-calcaire) geprägt. Hier entsteht der klassischste Stil des Clos de Vougeot: Kraft und Eleganz in Balance, strukturiert, doch mit erkennbarer Zugänglichkeit. Der untere Bereich nahe der Nationalstraße besitzt tiefgründigere, tonreiche Böden mit geringerem Gefälle und entsprechend schlechterer Drainage. Weine aus diesem Teil reifen früher, sind jedoch weniger komplex und weniger feintexturiert – selbst in den Händen sorgfältiger Produzenten. Jancis Robinson bestätigte in einer groß angelegten Querverkostung von 56 Erzeugern, dass die bevorzugten Weine nahezu ausnahmslos aus der oberen Lage stammten.
Die Exposition ist Ost bis Südost, die Höhe liegt zwischen 240 und 265 Metern. Diese Heterogenität macht den Clos de Vougeot zu einem der faszinierendsten Studienobjekte für Terroir-Enthusiasten – und zu einer der schwierigsten Kaufentscheidungen im gesamten Burgund.
Jenseits der Mauern des Grand Cru umfasst Vougeot vier offiziell klassifizierte Premier-Cru-Klimata mit einer Gesamtfläche von 11,68 Hektar. Sie liegen nördlich und nordwestlich des Clos, mit ausgeprägten Eigencharakteren und stilistisch klar abgrenzbaren Profilen.
Clos de la Perrière (2,2 ha) – Monopollage Domaine Bertagna. Das einzige ummauerte Premier-Cru-Klima von Vougeot ist zugleich eine Monopollage von Domaine Bertagna. Der Weinberg liegt im nordwestlichen Bereich der Appellation, zwischen den Grands Crus Clos de Vougeot und Musigny. Historisch wurde hier der Kalkstein abgebaut, mit dem die Mönche die Mauern des benachbarten Clos errichteten – der Name leitet sich von perrière, dem altfranzösischen Begriff für Steinbruch, ab. Heute zeigen die steinig-kalkhaltigen Böden mit hohem Kalksteinanteil die charakteristische Mineralität, die diesem Klima eigen ist. Durch seine geschützte Lage zwischen dem westlichen Steilhang und umgebenden Mauern ist Clos de la Perrière das wärmste Mikroklima der Appellation und wird als erstes Klima in Vougeot gelesen. Der Stil ist mineralisch, strukturiert, mit seidiger Textur und gutem Lagerpotenzial. Jasper Morris bewertete den Wein zuletzt mit 92 Punkten.
Les Crâs (ca. 3,5–4 ha) – Rot und Weiß. Les Crâs grenzt direkt an den Grand Cru und übernimmt etwas von dessen erdiger, bodennaher Charakteristik. Sowohl Rotweine aus Pinot Noir als auch Weißweine aus Chardonnay werden hier erzeugt. Die Rotweine zeigen eine solide Tanninstruktur mit Tiefe, stilistisch eng verwandt mit dem Grand Cru. Der Weißwein – in Vougeot eine absolute Rarität – ist frisch und mineralisch mit ausgeprägter Fruchttiefe. Domaine Bertagna gilt als einer der führenden Erzeuger beider Farben aus diesem Klima.
Le Clos Blanc / La Vigne Blanche (ca. 2,5 ha) – Historisches Weißweingehege. Dieses Klima trägt die älteste Weißweintradition Vougeots: Schon die Zisterziensermönche bepflanzten diese Parzelle mit weißen Rebsorten. Der Chardonnay, der hier erzeugt wird, zählt zu den seltensten weißen Premier-Cru-Weinen der gesamten Côte de Nuits. Der Stil ist vollmundig, mit floraler Frische und einer mineralischen Grundspannung – eine Rarität für Kenner, die die weiße Seite Vougeots erkunden möchten.
Les Petits Vougeots (ca. 3 ha) – florale Eleganz an der Grenze zu Chambolle. Im nördlichen Teil der Appellation, nahe der Grenze zu Chambolle-Musigny gelegen, ist die stilistische Verwandtschaft zu den dortigen Lagen spürbar. Les Petits Vougeots zeigt florale Noten, eine feinere Tanninstruktur und eine elegante Körperlichkeit, die zwischen der Kraft des Grand Cru und der Seide von Musigny angesiedelt ist. Sowohl Rot- als auch Weißweine sind zugelassen.
Die Dorflagen von Vougeot umfassen lediglich rund 3 Hektar – die kleinste Village-Fläche aller Gemeinden der Côte de Nuits. Sie befinden sich überwiegend auf dem flachen Land östlich der N74, innerhalb der Gemeindegrenzen. Zu den vermarkteten Klimata gehören unter anderem das Clos du Prieuré sowie nicht als Premier Cru klassifizierte Teile von Les Petits Vougeots.
Für Kenner sind diese Weine ein echter Geheimtipp: Die geringe Verfügbarkeit macht sie zu echten Raritäten, während ihre stilistische Nähe zu den Premiers Crus – lebhafte Frucht, ausgewogenes Tannin, gutes Lagerpotenzial von fünf bis zehn Jahren – ein herausragendes Preis-Qualitäts-Verhältnis bietet.
Ein großer Clos de Vougeot aus einer Top-Parzelle ist einer der körperstärksten und komplexesten Pinot Noirs Burgunds. In jungen Jahren zeigt er ein tiefes Rubinrot mit violetten Reflexen; die Nase ist von dunklen Früchten geprägt – schwarze Kirsche, Brombeere, Veilchen – durchzogen von Lakritz, Gewürzen und einem deutlich mineralischen Unterton. Mit zunehmendem Alter entwickeln sich Schichten von Unterholz, Trüffel, Leder, Wild und Röstnoten; die Tannine, die in der Jugend oft fest und dicht wirken, lösen sich zu samtig-seidenem Schmelz.
Die Säure ist ein entscheidender Faktor für die Langlebigkeit dieser Weine. Gut gemachte Clos de Vougeot-Weine zeigen eine lebhafte, stützende Säurestruktur, die gemeinsam mit den Tanninen eine Entwicklung über 10 bis 30 Jahre ermöglicht. Weine aus dem oberen Lagenteil von Produzenten wie Domaine Leroy, Méo-Camuzet oder Château de la Tour können sich über drei Jahrzehnte und länger entwickeln.
Wesentlich ist dabei die stilistische Bandbreite, die der Clos erlaubt: Weine aus der oberen Zone tendieren zu Eleganz, Präzision und langer Entwicklungskurve; Weine aus dem unteren Bereich sind dichter, zugänglicher, aber weniger komplex. Diese Heterogenität in einer einzigen Appellation ist nirgendwo in Burgund so ausgeprägt wie hier.
Premier-Cru-Weine aus Vougeot reifen früher und zeigen ein Potenzial von typischerweise 8 bis 15 Jahren; sie sind zugänglicher und eignen sich als eleganter Einstieg in das Terroir der Appellation.
Grand Cru Clos de Vougeot (Auswahl):
Premiers Crus (Auswahl):
Der Markt für Clos de Vougeot reflektiert die enorme Qualitätsspanne innerhalb der Appellation. Die Preise variieren je nach Eigentümer, Parzellenlage und Jahrgang erheblich:
Kaufempfehlung für Einsteiger: Der Clos de la Perrière Premier Cru von Domaine Bertagna bietet als Monopollage mit historischer Tiefe und gut dokumentiertem Terroir ein ausgezeichnetes Eintrittsniveau. Als verlässlicher Grand-Cru-Einstieg empfehlen sich Clos de Vougeot von Domaine Faiveley oder Joseph Drouhin – international verfügbar, qualitätsstabil und stilistisch klar positioniert.
Wer tiefer in das Terroir der oberen Zone eindringen möchte, sollte Château de la Tour, Méo-Camuzet oder Gros Frère et Soeur in den Fokus nehmen – Weine, die das eigentliche Potenzial dieses historischen Weinbergs definieren.
Was ist der Clos de Vougeot und warum ist er so bedeutend? Der Clos de Vougeot ist mit 50,97 Hektar der größte Grand Cru der Côte de Nuits und eines der bedeutendsten Weinbaudenkmäler Frankreichs. Er ist von mittelalterlichen Mauern umfriedet, die im Wesentlichen aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen, und blickt auf eine fast neunhundertjährige Geschichte zurück, die im frühen 12. Jahrhundert mit den Zisterziensermönchen der Abtei Cîteaux begann. Seine Bedeutung liegt nicht allein im Wein, sondern in der einzigartigen Verbindung aus Geschichte, symbolischer Kraft und vinologischer Vielfalt innerhalb einer einzigen Lage.
Wie groß ist der Clos de Vougeot genau, und wie vergleicht er sich mit anderen Grand Crus? Der Clos de Vougeot umfasst exakt 50,97 Hektar und ist damit der größte Grand Cru der Côte de Nuits. Innerhalb des gesamten Burgunds ist nur der Grand Cru Corton in der Côte de Beaune flächenmäßig größer.
Wie viele Eigentümer hat der Clos de Vougeot? Mehr als 80 Eigentümer teilen sich die Rebfläche, aufgeteilt auf rund 100 Parzellen. Diese Fragmentierung ist eine direkte Folge der Enteignungen der Französischen Revolution von 1789 und der anschließenden schrittweisen Realteilungen im 19. und 20. Jahrhundert. Jeder Produzent bewirtschaftet seine Parzellen eigenständig, was zu erheblichen Qualitäts- und Stilunterschieden innerhalb derselben Appellation führt.
Warum sind Clos-de-Vougeot-Weine so unterschiedlich in ihrer Qualität? Die Grand-Cru-Klassifizierung von 1937 folgte dem Verlauf der historischen Mauern des Clos – nicht der tatsächlichen Qualität des Terroirs. Das bedeutet, dass Böden von sehr unterschiedlicher Eignung unter demselben Grand-Cru-Label vermarktet werden. Die obere Zone, angrenzend an Musigny und Grands-Échézeaux, gilt als die qualitativ überlegene, während die untere Zone nahe der Nationalstraße mit tiefgründigeren, tonreicheren Böden weniger komplexe Weine hervorbringt. Hinzu kommt die Bandbreite von 80 Produzenten mit sehr unterschiedlichem Qualitätsanspruch.
Gibt es eine Monopollage in Vougeot? Ja. Der Clos de la Perrière (2,2 ha) ist die einzige Monopollage der Appellation Vougeot und gehört vollständig Domaine Bertagna. Es handelt sich um einen Premier Cru im nordwestlichen Bereich der Appellation, auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs der Zisterziensermönche, aus dem das Baumaterial für die Mauern des benachbarten Clos de Vougeot stammt.
Welche Rebsorten werden in Vougeot angebaut? Die dominierende Rebsorte ist Pinot Noir, der sämtliche Grand-Cru- und den Großteil der Premier-Cru-Weine trägt. Chardonnay ist für Weißweine in einigen Premiers Crus zugelassen. Innerhalb des Grand Cru ist ausschließlich Rotwein approbiert; Weißweine aus Grand-Cru-Parzellen dürfen nur als Vougeot Premier Cru vermarktet werden.
Was sind die Nachbargemeinden von Vougeot? Vougeot grenzt im Norden an Chambolle-Musigny, im Süden und Osten an Flagey-Échézeaux sowie an Vosne-Romanée. Die westliche Begrenzung bilden die Hänge der Côte selbst. Der kleine Fluss Vouge, der dem Ort seinen Namen gab, markiert die Grenze zu Chambolle-Musigny.
Wie lange können Clos-de-Vougeot-Weine gelagert werden? Weine aus seriösen Erzeugern mit Parzellen in der oberen Zone entwickeln sich über 15 bis 30 Jahre, Spitzenweine von Produzenten wie Domaine Leroy oder Méo-Camuzet in starken Jahrgängen über noch längere Zeiträume. Premier-Cru-Weine aus Vougeot zeigen ihr bestes Profil nach 8 bis 15 Jahren, sind aber zugänglicher und bieten schon früher Trinkgenuss.
Ab welchem Preis ist ein qualitativ verlässlicher Clos de Vougeot erhältlich? Weine von renommierten Négociant-Häusern wie Joseph Drouhin, Louis Jadot oder Domaine Faiveley sind ab ca. 100–150 Euro erhältlich und bieten einen soliden Einstieg in den Grand Cru. Für Weine aus der oberen Zone von Domaines wie Méo-Camuzet, Grivot oder Château de la Tour sind derzeit 350 bis 550 Euro zu veranschlagen. Domaine Leroy bewegt sich auf einem eigenen Preisniveau weit jenseits dieser Kategorie.
Wann wurde der Clos de Vougeot offiziell als Grand Cru anerkannt? Die formelle Anerkennung als eigenständige Grand-Cru-Appellation erfolgte am 31. Juli 1937 durch das INAO. Die Klassifikation umfasste die gesamte von Mauern eingefasste Fläche – ungeachtet der erheblichen Qualitätsunterschiede innerhalb des Weinbergs, die seither Gegenstand anhaltender kritischer Diskussion sind.