2020 Petrus

  • Vintage: 2020
  • Bottle Size: 0,75l
  • Filling level: hf - high fill
  • Label Condition: 1A
  • Source: wine trade
  • Grape variety Merlot
  • Alcohol percentage: 14,5% vol.
  • Points: 96 Wine Spectator
    100 Robert Parker
    98 Falstaff
    98 Wine Enthusiast
  • Origin: Bordeaux
    France
    Right Bank
    Pomerol

4.750,00

Litre price: €6.333,33
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Pétrus

Wein als Statussymbol und Anlageobjekt: Da fällt bald der Name Pétrus. „Unvergleichlich – aber leider nur für Millionäre“, fasste der britische Weinjournalist Hugh Johnson einmal treffend zusammen. Der Spitzenwein des an sich bescheidenen Baues mit den in Pomerol unüblichen hellblauen Fensterläden zählt zu den teuersten und angesehensten Weinen der Welt. Schloss in dem Sinne gibt es also keines, auf alten Etiketten findet man noch „Château Pétrus“, heute steht nur mehr Pétrus drauf. Der Name leitet sich von einer Steinfigur des Apostels Petrus ab, welche im Weingut steht.

Richtig groß gemacht hat Pétrus Familie Moueix. Sie gründete 1937 ein Weinhandelshaus in Bordeaux und übernahm nach und nach zahlreiche Weingüter in Pomerol, St. Émilion und auch Napa Valley. Bis in die 1950er Jahre wurden 70 % Merlot angebaut – heute sind es auf den 11,5 Hektar 95 % – Cabernet Franc macht die restlichen 5 % aus. Jean-Pierre Moueix übernahm nach und nach Anteile an Pétrus und brachte das Haus durch eine kompromisslose Qualitätspolitik zu dem, was es heute ist: Ein Spitzenweingut, das seinesgleichen sucht.

Und übrigens: Es waren die Belgier. Sie entdeckten quasi als Erste außerhalb des Bordelais die Güte von Pétrus-Weinen anlässlich groß angelegter Weinimporte aus Pomerol und Abfüllungen in ihrem eigenen Land. Das war zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

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Bordeaux

„Am Wasser liegend“ fiel den Römern zum heutigen Bordeaux ein und nannten das Gebiet deshalb „Aquitanien“. Seine Haupt- und Hafenstadt trägt den gleichen Namen wie das 100.000 Hektar große Weinbaugebiet von Weltruhm: Bordeaux oder auf französisch Bordelais. Vor und entlang der Gironde, welcher sich aus den Flüssen Dordogne und Garonne speist, liegen die weltbekannten Weinbaugebiete Médoc, Haut-Médoc, Graves und rechtsufrig die Orte St. Emilion und Pomerol. Unser Herz schlägt seit vielen Jahren für die feinen Weine des Bordelais, wir sammeln schon seit 20 Jahren diese Weine, kaufen regelmäßig Liebhaber-Keller auf und konzentrieren uns auf die für uns großen Jahre (unter anderem 1982, 1985, 1986, 1989, 1990, 1996, 1998, 2000, 2005, 2009, 2010 und einige mehr) und die Top Winzer. Weine, die uns nicht schmecken, bieten wir auch nicht an.

Denkt man als Weinliebhaber an Bordeaux, fällt einem unweigerlich Cabernet Sauvignon ein. Warum gelingt die Sorte dort so besonders gut? Das Klima auf der Halbinsel links der Gironde, Médoc, ist das mildeste in ganz Bordeaux und genau hier gedeihen Cabernet Sauvignon-basierte Cuvées von Weltrang. Die Sorte braucht genau diese Bedingungen, um es mit einiger Regelmäßigkeit zur Traubenreife zu schaffen. Die Kiefernwälder schützen die Weinberge gegen die starken Atlantikwinde und mäßigen zudem die Sommertemperaturen. Da es, so nahe am Meer viel regnet, baut das typische Château zur Risikominderung mindestens drei Rebsorten an: zu Cabernet Sauvignon gesellen sich üblicherweise Merlot und Cabernet Franc, gelegentlich auch die später reifenden Sorten Petit Verdot und Malbec. Voilà! Je nach Uferseite dominieren Cabernet Sauvignon die Cuvée (linkes Ufer) bzw. Merlot (rechtes Ufer). Freilich gibt es vereinzelt Ausnahmen, aber das wäre die grobe Unterscheidung der zwei berühmtesten Ufer der Weinwelt.

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