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Champagne Winzer & Häuser

Champagne Winzer & Häuser: Zwei Ansätze, vertreten von zwei Fraktionen, aber in der Spitze ist man sich einig.

Wissenswertes
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Champagne Winzer & Häuser

Die Champagne

Die Region im Überblick

Die Champagne ist für viele der Inbegriff von Schaumwein. Geografisch liegt sie östlich von Paris und nördlich dem Burgund, also auch nicht unweit der Grenze zu Deutschland. Die Region ist teils sehr weitläufig und wird von den unterschiedlichsten Mikroklimata geprägt. Die diversen Gesteinsarten finden sich in den einzelnen Tälern wieder, und so gibt es die unterschiedlichsten Stile und Geschmacksprofile in der Champagne.

Kreide und Hangablagerungen der Urmeere prägen im Süden von Reims die Subregionen Montagne de Reims und die Côte des Blancs. Diese Regionen umfassen Ortschaften wie Épernay, Oger, Le Mesnil-Sur-Oger, Verzy, Ay, Alize und Vertus. Côte des Blancs gibt auch schon Auskunft über die dort vorherrschende Rebsorte, den Chardonnay, jedoch gibt es auch hier hauptsächlich Cuvéetierungen aus den drei Hauptrebsorten: Chardonnay, Pinot Noir, Meunier.

Im Vallée de la Marne und im Norden des Montagne de Reims herrscht hingegen Ton/tonhaltiger Lehm, Mergel und Quarz vor. Hier sind keine Ortschaften als Premier oder Grand Cru klassifiziert.

Weitere Subregionen der Champagne sind Côte de Sézanne und Côte des Bar.

Die Geologie & Mikroklima & Crus

Die berühmten Crayères sind eindrucksvolle Keller in und um Reims und Épernay, die schon als Bergwerke in der Römerzeit gedient haben, um Kalk&Kreide abzubauen. Der wohl eindrucksvollste für die Öffentlichkeit zugängliche ist der bei Ruinart. Hier befinden sich unterirdische Räume, in welche ganze Einfamilienhäuser passen.

Die bereits angesprochenen Subregionen der Champagne sind Flusstäler, die entweder von Norden nach Süden verlaufen (Montagne de Reims) oder von Osten nach Westen (Vallée de la Marne). Die drei Hauptflüsse der Champagne sind die Marne, die Vesle und die Andre.

Klassifizierung in der Champagne

Anders als im Burgund oder in Bordeaux sind in der Champagne nicht die Häuser oder die spezifischen Lagen klassifiziert, sondern gleich die ganzen Ortschaften und zwar nach einem prozentuellen Schema. 100% Traubenqualität bedeutet Grand Cru, auf die 99%-90% entfallen die Premier Crus und bis 80% die einfachen Crus. Alles unter diesem Prozentsatz ist nicht klassifiziertes Traubenmaterial.

Die Bewertung wird auf Grund folgender Parameter bestimmt:

  • Kreidegehalt der Böden
  • Tiefe der Kreideschichten
  • Mikroklima
  • Höhe und Neigung der Weinberge

Das bedeutet, dass jeder Produzent, dessen Traubenmaterial innerhalb der Ortsgrenzen eines als Grand Cru klassifizierten Ortes stammt, (z.B. Ambonnay, Avize oder Ay) dies auch auf der Flasche ausweisen darf. Das Gleiche gilt für Premier Cru.

Die Klassifizierung ist speziell für Winzerchampagner wichtig, da die meisten großen Häuser nicht die Kapazitäten aus einzelnen Crus haben. Man muss jedoch sagen: die meisten namhaften Betriebe in der Champagne, Winzer & Häuser, achten sehr genau aus welchen Crus ihre Grundweine kommen.

Sie wurde 1911 ins Leben gerufen und nennt sich Échelle des Crus. Seit 1985 haben von den 324 Gemeinden in der Champagne insgesamt 17 Grand Cru und 44 Premier Cru Status.

Achtung: die Klassifizierung wird einerseits durch den Ort bestimmt, aber auch in Kombination mit der Rebsorte. Das heißt, dass es klassifizierte Orte gibt, in denen aber nur bestimmte Rebsorten als Grand Cru oder Premier Cru eingestuft sind und andere wiederum herabgesetzt wurden.

Die Geschichte

Die schönste Geschichte für uns ist natürlich die des Benediktinermönchs Pierre Pérignon. Losgelöst von den Stories um Dom Pérignon und La Grande Dame Clicquot, kann man mit Sicherheit sagen, dass die Nähe zu Paris als Wirtschaftsstandort ein bedeutender Vorteil war. So sind viele der heute großen Häuser eigentlich aus der Textilindustrie gekommen. Der Stoffhandel war dabei die Haupteinnahmequelle. Als das schäumende Getränk aber bei Hof anklang fand und durch Kaiser und Könige in Europa als prestigeträchtig deklariert worden war, startete der Export. Dazu muss man hinzufügen, dass auf Grund dieses Umstands mehrere Weinbauregionen ihren Weltruhm erlangten. (wie etwa das Tokaj). Die Süße der damaligen Champagner ist zu vergleichen mit restsüßen Weinen im hohen Prädikatsbereich der heutigen Zeit.

Produktion in der Champagne Winzer & Häuser

Wie viele Winzer & Häuser können Sie aufzählen?

Insgesamt gibt es knapp 15.000 Produzenten, wovon aber nur 5.000 selbst produzieren. Von diesen wiederum sind es ca. 60 Genossenschaften und 360 Handelshäuser, die den Großteil der Produktion ausmachen. LVMH ist der größte Champagner-Produzent und umfasst mehrere Häuser, wobei Moët & Chandon das größte ist. Der Konzern alleine verarbeitet bis zu 1/3 des gesamten Traubenmaterials.

Was bedeutet das für den Rest?

Meist sind die Produktionen der Winzerchampagner signifikant kleiner und waren auch international nicht so gesucht wie die großen Häuser. Dies hatte zur Folge, dass die Schaumweine der guten Winzerhäuser immer Geheimtipps waren. Die Qualität war sehr hochwertig, der Preis jedoch weit unter dem der großen Prestigecuvées. Dies hat sich in den letzten Jahren gewandelt, und so sind Produzenten wir Cédric Bouchard, Jacques Selosse, Ulysse Collin, Agraparth und einige mehr am Markt deutlich teuerer als Dom Pérignon, Comtes de Champagne, Winston Churchill und sogar Cristal. Das Ratio zwischen Angebot und Nachfrage bestimmt auch hier den Markt, und so ist das internationale Interesse an diesen Weinen deutlich größer geworden, die Produktion aber stagniert. Dieses Problem der Verknappung haben die großen Häuser nur bedingt, und auch nur bei einzelnen Produkten.

Der für uns größte Unterschied zwischen Winzer & Häuser

Die Liquidität und die Verfügbarkeit. Die kleinen Winzer haben, wie schon angesprochen, in der Vergangenheit vergleichsweise wenig gekostet und konnten somit auch nie das notwendige Kapital aufbauen, das die großen Häuser bereits haben, um die Prestige Cuvées verhältnismäßig später auf den Markt zu bringen.

So sind bei den kleinen und gesuchten Winzerhäusern die aktuellen Jahrgänge 2020 oder sogar schon 2021 und bei den großen Champagnerhäusern 2008-2015, je nach Haus und Qualität. Diese 5+ Jahre mehr Reife sind für uns der Knackpunkt, warum wir Champagnerhäuser bevorzugen. Das Mousseaux (die Perlage) ist eleganter, die Schaumweine meist „weiniger“ und das Geschmacksprofil straffer. Bei vielen der Winzerchampagner gibt es zwar eine eindeutige Handschrift, die Jahrgangsunterschiede sind jedoch um einiges markanter. Dies ist der Möglichkeit der Ressourcenbeschaffung geschuldet.

Der zweite Punkt für uns ist die Verfügbarkeit am Markt. Wo man bei großen Häusern noch mit Leichtigkeit Flaschen im guten/sehr guten Zustand aus den 70ern und 80ern findet, so beschränkt sich der Reifebogen der Winzerchampagner meist auf das letzte Jahrzehnt. Verständlich aber schade, denn die Entwicklung eines Produkts über unterschiedliche Jahrzehnte macht letztendlich das Thema „reifer Wein“ so spannend.

Unser Fazit zum Thema: „Champagne Winzer & Häuser“

Im absoluten Spitzenbereich genießen wir beide Fraktionen, auch wenn unser Herz in letzter Instanz für die klassischen Prestige Häuser schlägt. Diese unabdingliche Hingabe für Qualität können wir auch bei den Bestellungen unserer Kunden erkennen. Dies ist nun einmal das einzige Kriterium, das wirklich ausschlaggebend ist.

Die guten Winzer sind genauso gefragt, wie die guten Prestige-Cuvées.

Falls Sie die eine oder andere Meinung zu diesem Thema haben, schreiben Sie uns gerne Ihre persönlichen Eindrücke und Wahrnehmungen, und wir werden diese dann hier veröffentlichen.

Einfach eine E-Mail an info@maywines.com senden.


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